Mai 2019

EU-Projekt MOVECO: Innovation Award und transnationale Strategie für Kreislaufwirtschaft

Circular Economy: EU-Projekt MOVECO verleiht "Innovation Award" und stellt transnationale Strategie für Kreislaufwirtschaft vor

Der Innovation Award des EU-Projektes MOVECO. © MOVECO

München - Am 14. Mai 2019 veranstaltete das von der EU geförderte Projekt MOVECO im Ars Electronica Center in Linz seine Abschlusskonferenz unter dem Motto "The Danube goes Circular". Rund 70 Teilnehmer aus zehn Ländern des Donauraums nutzten die Gelegenheit, sich dort zum Thema Circular Economy auszutauschen. Vorgestellt wurden Projektergebnisse von MOVECO, darunter eine transnationale Strategie für Kreislaufwirtschaft im Donauraum und eine Wanderausstellung zu diesem Thema. Abschließend gaben die Projektpartner im Rahmen einer Preisverleihung die Gewinner des von MOVECO ins Leben gerufenen "Innovation Award" bekannt.

Mit dem Innovation Award verlieh das MOVECO-Projekt erstmals einen Innovationspreis für Produkte und Dienstleistungen aus der Kreislaufwirtschaft. Rund 65 Bewerbungen von kreativen, zukunftsorientierten Unternehmen aus den Projektpartnerländern Österreich, Deutschland, Slowenien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien, Serbien und Rumänien gingen ein. Eine internationale Jury, bestehend aus Kreislaufwirtschaftsexperten aus den Projektpartnerländern, wählte 15 Finalisten aus, die im Rahmen der Konferenz vorgestellt wurden. 

Die Projektpartner verliehen den MOVECO Innovation Award an den Möbelproduzenten DONAR d.o.o. (Slowenien) in der Kategorie "Circular design of the year"; die Online-Plattform Refurbed (Österreich), die gebrauchte Elektrogeräte in Stand setzt und mit Garantie weiterverkauft, erhielt den Preis für die "Circular innovation of the year". Daneben überzeugten in der Kategorie "Product of the year 2019" der Kosmetikhersteller Ponio (Slowakei) mit einem kompostierbaren Kosmetikbehälter, das Unternehmen Cupffee (Bulgarien) mit einem essbaren Kaffeebecher und das Unternehmen Lorenz GmbH & Co.KG (Deutschland) mit seinen kreislauffähigen und recycelbaren smarten Wasserzählern die internationale Jury.

Transnationale Strategie und Roadmaps für Kreislaufwirtschaft im Donauraum
Die transnationale Strategie zur Förderung des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft in der Donauregion wurde von den MOVECO-Partnern unter der Federführung des slowenischen Umweltministeriums erarbeitet und richtet sich an politische Entscheidungsträger. Sie soll durch neue zirkuläre Geschäftsmodelle zu intelligentem und nachhaltigem Wachstum in der Region beitragen, Arbeitsplätze schaffen und dabei helfen, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zwischen den Ländern des Donauraums zu verringern.

Der thematische Schwerpunkt der Strategie liegt auf den drei Abfallströmen Elektroaltgeräte, Batterien und Akkumulatoren sowie Verpackungsabfälle und schlägt zugleich Maßnahmen und Handlungen für Abfallbehandler, Produzenten, private Haushalte und Verbraucher vor. Auf Grundlage dieser Strategie wurden auch Roadmaps mit konkreten Handlungsempfehlungen erstellt.

Die Kreislaufwirtschaftsexpertin Antonija Božič Cerar von der Industrie- und Handelskammer Slowenien, die das MOVECO-Projekt leitet, zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen des Projekts: "Es war eine Freude, zu sehen, welche originellen und kreativen Geschäftsideen und Projekte von Unternehmen entwickelt wurden, um Ressourcen effizienter und nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft zu nutzen. Wir hoffen, dass sie anderen Unternehmen als Inspiration dienen, die darüber nachdenken, wie sie den Übergang von linearen zu zirkulären Produktionsmethoden angehen können, und dass sie auch helfen zu zeigen, dass dieser Übergang auch in der Praxis möglich ist".

Am Rande der Veranstaltung bot sich den Besuchern zudem die Gelegenheit, im nahegelegenen TechCenter die Wanderausstellung zur Kreislaufwirtschaft zu besichtigen, welche anhand von konkreten Produkten aufzeigte, wie Unternehmen aus dem Donauraum auf konsequente Rohstoffverwertung setzen und somit die Vision einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft erfolgreich in die Tat umsetzen.

Über MOVECO
Das MOVECO-Projekt (http://www.interreg-danube.eu/moveco) wird im Rahmen des Interreg-Donauraumprogramms der Europäischen Union gefördert und sensibilisiert Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsförderungseinrichtungen, politische Entscheidungsträger und Bürger für das Konzept der Kreislaufwirtschaft. Von Dezember 2016 bis August 2019 arbeiten insgesamt 16 Partner aus zehn Ländern des Donauraums (1) gemeinsam daran, die Kenntnisse im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu vertiefen und die Rahmenbedingungen für zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle zu verbessern. Um die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu unterstützen, die Wiederverwendung von Produkten und Rohstoffen zu fördern und Industriesymbiosen zu schaffen, wurde auch eine Onlineplattform (http://www.danube-goes-circular.eu) mit einem virtuellen Marktplatz entwickelt. Die Projektkoordination liegt bei der Industrie- und Handelskammer Slowenien. Am Projektkonsortium sind auch zwei deutsche Partner beteiligt: die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) GmbH aus München und der Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster Bayern e. V. aus Augsburg.

Zur Bayerischen Forschungsallianz GmbH (BayFOR)
Die vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geförderte Bayerische Forschungsallianz ist im laufenden MOVECO-Projekt als wissenschaftlicher Projektpartner beteiligt und für die externe Projektkommunikation verantwortlich. 
Die BayFOR berät und unterstützt bayerische Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft umfassend beim Einwerben von europäischen Mitteln für Forschung, Entwicklung und Innovation mit dem Ziel, den Wissenschafts- und Innovationsstandort Bayern im Forschungsraum Europa fortzuentwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der EU, Horizon 2020, sowie dem künftigen Rahmenprogramm Horizon Europe. Als Partner im Enterprise Europe Network bietet sie zudem gezielte Beratung und Unterstützung für bayerische Unternehmen an, insbesondere KMU, die sich für eine Teilnahme an EU-Forschungs- und Innovationsprojekten interessieren. Die BayFOR ist eine Partnerorganisation in der Bayerischen Forschungs- und Innovationsagentur.


Quelle und weitere Informationen:

Website idw

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