Glossar

Das Glossar des PIUS Info-Portals erläutert kurz und verständlich Fachbegriffe und Abkürzungen. Wenn Sie einen Begriff nicht finden, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

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  • 3D-Druck

    Der 3D-Druck ist ein Verfahren, bei dem Material Schicht für Schicht aufgetragen und so dreidimensionale Gegenstände (Werkstücke) erzeugt werden. Dabei erfolgt der schichtweise Aufbau computergesteuert aus einem oder mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen nach vorgegebenen Maßen und Formen (siehe CAD). Beim Aufbau finden physikalischeoder chemische Härtungs- oder Schmelzprozesse statt. Typische Werkstoffe für das 3D-Drucken sind Kunststoffe, Kunstharze, Keramiken und Metalle. Inzwischen wurden auch Carbon- und Graphitmaterialien für den 3D-Druck von Teilen aus Kohlenstoff entwickelt. 3D-Drucker werden in der Industrie und der Forschung eingesetzt. Daneben gibt es Anwendungen im Heim- und Unterhaltungsbereich sowie in der Kunst. 3D-Druck-Verfahren werden zu den generativen Fertigungsverfahren gezählt, wobei es je nach Definition Gemeinsamkeiten und Überschneidungen gibt. Quelle: Wikipedia

  • Additive Fertigung

    Die Herstellung von Bauteilen durch additiv-generative Verfahren zählt derzeit zu den innovativsten in der Fertigungstechnik. Individualisierte Produkte in kleiner Losgröße und mit hoher Komplexität können mit Hilfe von 3D-Drucktechniken sowie Rapid Prototyping-Verfahren hergestellt werden. Der Werkstoffeinsatz wird auf die Bereiche reduziert, wo das Bauteil Material erfordert, ohne aufwändige Nachbearbeitung oder zusätzliche zerspanende Verfahren. Hierdurch entstehen signifikante Zeit- und Kostensenkungen, besonders bei solchen Bauteilen, bei denen Geometrieanforderungen hohe Zerspanungsgrade bedingen. (Quelle: Fraunhofer IWS)

  • Benchmarking

    Instrument der Wettbewerbsanalyse. Benchmarking ist der kontinuierliche Vergleich von Produkten, Dienstleistungen sowie Prozessen und Methoden mit (mehreren) Unternehmen, um eine Leistungslücke aufzuzeigen, mit dem Ziel, diese systematisch zu schließen. Welche Unterschiede bestehen, warum bestehen diese Unterschiede und welche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es. Benchmarking-Datenbanken sind ein Instrument, um die unternehmensbezogene ökonomische und ökologische Effizienz branchenbezogen vergleichen zu können. Die Spiegelung der eigenen Leistungsfähigkeit an referenzbildenden Best-Practice-Lösungen und -prozessen ermöglicht die Schließung von Leistungslücken im Vergleich zu den innovativen und erfolgreichen Marktbegleitern. Auch in der Umsetzung von Projekten im integrierten Umweltschutz helfen Benchmarking-Datenbanken effiziente und innovative Maßnahmen zu erkennen und gewinnbringend umzusetzen.
    Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon

  • Beste verfügbare Techniken

    Best Practice, das steht in der Wirtschaft für eine in der Praxis bereits umgesetzte und so als bestmöglich bewertete Methode, um ein Vorhaben umzusetzen (Quelle: www.duden.de). Mit anderen Worten: Bei Best Practice-Beispielen handelt es sich um in der Vergangenheit bereits gelöste Problemstellungen, deren Umsetzung in der Praxis erprobt wurden. Hieraus ergibt sich auch der Nutzen für den Unternehmer - ähnliche Hemmnisse wie die eigenen zur Realisierung einer Lösung wurden bereits an anderer Stelle aus dem Weg geräumt. Das Wissen hierzu kann als Inspirationsquelle für den eigenen Betrieb genutzt werden. Zusätzlich ist es meistens möglich, sich mit dem "Urheber" der Lösung in Verbindung zu setzen und auszutauschen.

  • Bionik

    Bionik verbindet Biologie und Technik mit dem Ziel, durch Abstraktion, Übertragung und Anwendung von Erkenntnissen, die anhand biologischer Vorbilder gewonnen werden, technische Fragestellungen zu lösen. Quelle: BIOKON-Bionik
    Bionik beschreibt also das kreative Umsetzen von Anregungen aus der Biologie in die Technik. Dazu arbeiten Biologen eng mit Ingenieuren, Architekten, Physikern, Chemikern und Materialforschern zusammen. Biologische Vorbilder in diesem Sinne sind biologische Prozesse, Materialien, Strukturen, Funktionen, Organismen und Erfolgsprinzipien sowie der Prozess der Evolution. Doch hat auch schon Leonardo da Vinci erkannt: Der menschliche Schöpfergeist kann verschiedene Erfindungen machen (...), doch nie wird ihm eine gelingen, die schöner, ökonomischer und geradliniger wäre als die der Natur, denn in ihren Erfindungen fehlt nichts, und nichts ist zu viel.

  • Biotechnologie

    Die Biotechnologie ist laut Definition der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) die Anwendung von Wissenschaft und Technik auf lebendige Organismen sowie deren Teile, Produkte und Modelle, um belebte oder unbelebte Materialien für die Herstellung von Wissen, Gütern und Dienstleistungen zu verändern. Es wird die „weiße Biotechnologie“, die industrielle Biotechnologie, von der „grünen“ und der „roten“ Biotechnologie unterschieden, die sich mit Pflanzen und Medizinprodukten befassen. Jedoch gibt es mit beiden Bereichen Überschneidungen.

    In den letzten Jahren gelang es der wissenschaftlichen Forschung in der Biotechnologie ihre Ergebnisse verstärkt in die wirtschaftliche Anwendung zu führen. Der gezielte Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bildet hier die Grundlage, bis hin zur Bildung von strategischen Partnerschaften.

    Bisher konnten einige konventionelle Verfahren mit Erfolg auf biotechnologische Verfahren umgestellt werden. Die Vorteile der neuartigen, biotechnologischen Verfahren liegen ökonomisch und ökologisch gesehen auf der Hand. Die Entwicklung rohstoff- und energieeffizienter Verfahren, Kostenersparnisse, geringere Abfallströme und eine verbesserte Arbeitssicherheit sind nur eine Auswahl an ressourceneffizienten Synergiepotenzialen für Unternehmen.

  • Carbon Footprint (CFP)

    Die CO2-Bilanz, auch Treibhausgasbilanz, CO2-Fußabdruck, engl. Carbon footprint, ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid-Emissionen, der, direkt und indirekt, durch eine Aktivität verursacht wird oder über die Lebensstadien eines Produkts entsteht. Neben Kohlenstoffdioxid werden oft auch andere Treibhausgase, meist angegeben in Tonnen CO2-Äquivalenten, bilanziert. Quelle: Wikipedia

    Der Klimawandel stellt eine der größten aktuellen und zukünftigen Herausforderung für Menschheit und Umwelt dar. Grund dafür sind die rasch ansteigenden Ausstoßmengen an Treibhausgasen (THG). Diese müssen begrenzt und reduziert werden. Der CFP ist ein Instrument, um die anthropogenen Effekte zu erfassen. Die Emissionstreiber werden identifiziert und analysiert und die Reduktionspotenziale ermittelt.

  • CO2-Bilanz

    Die CO2-Bilanz (auch CO2-Fußabdruck oder Ökobilanz genannt) ist ein Maß für die Betrachtung der freigesetzten Menge des Treibhausgases Kohlendioxid. Man versteht darunter die systematische Analyse der Umwelteffekte von Produkten während des gesamten Produktzyklusses. Dazu gehören sämtliche umwelteinwirkenden Faktoren während der Nutzungsphase und der Entsorgung sowie die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse wie z. B. die Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Zu den Umwelteinwirkungen werden auch sämtliche relevanten Entnahmen aus der Umwelt gezählt.

    Der Lebenszyklus eines Produktes umfasst dabei die gesamte Wertschöpfungskette. Dazu zählen die Herstellung, die Gewinnung und der Transport der Rohstoffe und Vorprodukte, die Produktion und Distribution, die Nutzung und Nachnutzung sowie die Entsorgung und das Recycling.

    Der Megatrend „Nachhaltigkeit“ soll zu einem Bewusstseinswandel in der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft führen. Grüne Produkte und Dienstleistungen sind ein wesentlicher Hebel zur Erreichung nachhaltiger Ziele. Steigende Energiekosten, die vermehrte Kundennachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen und umweltpolitische Restriktionen zwingen bspw. mittlerweile viele Logistiker zum nachhaltigen Handeln. Die Erfassung und Reduzierung der CO2-Emissionen stehen bei vielen Unternehmen bereits jetzt ganz oben auf den strategischen Maßnahmenlisten. Green Logistics ist ein probates Mittel zur Kostensenkung und trägt obendrein zur Imagesteigerung bei. Mit der Erfassung der CO2-Emissionen können die Emissionstreiber identifiziert, bewertet und dadurch gezielter nach geeigneten Kostensenkungspotenzialen gesucht werden.

    Quelle: Arvato, Gütersloh (Bertelsmann-Gruppe)

  • Energieeffizienz

    Energieeffizienz ist das Verhältnis des Einsatzes einer bestimmten Energiemenge zu ihrem Nutzen. Je weniger Energie eingesetzt werden muss, umso energieeffizienter ist ein Produkt oder eine Dienstleistung. Quelle: bundesregierung.de

    Mit Energieeffizienzmaßnahmen kann der Energiebedarf der EU bis zum Jahr 2050 um zwei Drittel gesenkt werden (Studie Fraunhofer ISI im Auftrag des BMU. "Die Steigerung der Energieeffizienz bietet enormes Potenzial. Unser Energiebedarf kann hierdurch deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig tragen sich rund 90 % aller Einsparmaßnahmen von selbst. Durch Energieeffizienz können die Energiekosten deutlich gesenkt und sogar Einspargewinne erzielt werden!"

    Das Energieeinsparpotenzial in Industrie und Gewerbe wird laut BMU auf bis zu 40 % geschätzt. Das BMU fördert z. B. im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative und im Umweltinnovationsprogramm eine Reihe von Projekten für Industrie und Gewerbe. Informationen zu den relevanten Themen im Bereich Energieeffizienz werden u. a. von der Deutschen Energieagentur (dena) bereitgestellt.

     

  • Energiemanagement

    Ein Energiemanagementsystem ist entscheidend, um den Energieverbrauch systematisch, ganzheitlich und langfristig im Unternehmen zu senken. Energiemanagement ist die Summe aller Maßnahmen, die geplant und durchgeführt werden, um die geringstmögliche Energiemenge bei gegebenem Produktionsniveau (Industrie und Gewerbe) zu verbrauchen.

    Steigende Energiepreise, die verschärfte Diskussion über das globale Klima und das dadurch wachsende Bewusstsein der Öffentlichkeit für Energiefragen haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass immer mehr Unternehmen, Kommunen und Institutionen ein operatives (in Einzelprojekten und -maßnahmen) oder gar strategisches Energiemanagement (umfassende konzeptionelle Gesamtausrichtung) entwickeln. Sie tun dies mit dem Ziel, den Energieverbrauch dauerhaft zu senken. Der Begriff Energiemanagement umfasst damit sämtliche Planungen, Maßnahmen, Initiativen bzw. strategischen Gesamtkonzepte eines Unternehmens oder einer Institution, die das Ziel verfolgen, den Energieverbrauch messbar zu senken. Siehe auch ISO 50.001 & EMAS

  • Green IT

    Der Begriff "Green IT" steht im weitesten Sinne für den umwelt- und ressourcenschonenden Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnik. Hierbei wird nicht nur der Energie- und Materialbedarf bei der Produktion, sondern auch die Energieeinsparung zum einen während der Nutzung und zum anderen durch die Nutzung von IT-Produkten betrachtet. Greener IT hingegen geht weiter und denkt an den gesamten Lebenszyklus von der Produktgestaltung bis zum Recycling der eingesetzten Rohstoffe und Materialien im gesamten Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

  • Industrie 4.0

    Der Begriff der Industrie 4.0 ist noch relativ neu, so dass es keine einheitliche Definition der Inhalte gibt. Bei Industrie 4.0 handelt es sich um die flexible und vernetzte Weiterentwicklung der bisherigen Produktion. Der Fokus liegt dabei auf der Vernetzung – der Vernetzung von Mensch und Maschine während des Produktionsprozesses innerhalb des Unternehmens selbst, auf der branchenübergreifenden horizontalen und vertikalen Vernetzung der Wertschöpfungskette und letzten Endes bei der Vernetzung von Kunden und Hersteller - auch nach dem Kauf.

    Bei Industrie 4.0 verzahnt sich Produktionstechnik mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Das ermöglicht maßgeschneiderte Produkte nach individuellen Kundenwünschen. In der Industrie 4.0-Fabrik koordinieren intelligente Maschinen selbstständig Fertigungsprozesse, kooperieren Service-Roboter in der Montage auf intelligente Weise mit Menschen während (fahrerlose) Transportfahrzeuge eigenständig Logistikaufträge erledigen. Industrie 4.0 bestimmt dabei die gesamte Lebensphase eines Produktes. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

  • Innovationsmanagement

    Das Innovationsmanagement gibt den Rahmen für die zielgerichtete Innovationsplanung, Identifizierung von Innovationspotentialen, Generierung von Ideen und Lenkung von Innovationen. Ziel des Innovationsmanagements ist es, die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens zu gewährleisten und damit den langfristigen Erfolg am Markt zu sichern. Eine Hauptaufgabe des betrieblichen Innovationsmanagements ist die effiziente und effektive Gestaltung und Abwicklung des Innovationsprozesses von der Idee bis zur Markteinführung.

  • Instandhaltung

    Die Instandhaltung von technischen Systemen, Bauelementen, Geräten und Betriebsmitteln soll sicherstellen, dass der funktionsfähige Zustand erhalten bleibt oder bei Ausfall wiederhergestellt wird. Quelle: Wikipedia

    Eine wesentliche Voraussetzung für den Fortbestand jedes Unternehmens ist es, die komplexen und kostenintensiven technischen Anlagen wirtschaftlich zu nutzen. Deshalb hat die Sicherstellung der geforderten Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und kalkulierten Lebensdauer derselben besondere Priorität. Hierbei erfüllt die Instandhaltung durch Wahl und Anwendung der optimalen Instandhaltungsstrategie, der permanenten Anlagenverbesserung sowie durch rechtzeitiges Erkennen des Anlagen-Ersatzzeitpunktes ihre besondere Aufgabe. Entschließt man sich zum Anlagenersatz, so müssen die Erfahrungen der Instandhaltung bei der Konstruktion und Beschaffung der neuen Anlage berücksichtigt werden; neben der Wahl der optimalen Strategie widmet sich die Anlagenwirtschaft diesen Aufgaben. Ziel ist hierbei die Minimierung der „Life-Cycle-Costs" der Anlagen.

  • Kreislaufwirtschaft

    Im deutschsprachigen Raum wird unter Kreislaufwirtschaft in erster Linie die Rückführung der eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus in den Produktionsprozess verstanden. Das Modell der Kreislaufwirtschaft ist der Grundgedanke der Verpackungsverordnung. Sie ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankert, in dessen Rahmen weitere Verordnungen gefolgt sind.  „Circular Economy“ im angelsächsischen und englischsprachigen Raum wird umfassender interpretiert. Hier steht die Idee einer zirkulären Wirtschaft im Raum die bemüht ist, auf allen Ebenen Stoffkreisläufe zu nutzen und in gesamtwirtschaftlichen Kreisläufen zu fahren.

    Plattform von der Europäischen Kommission zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in Europa

    Aus mehr als hundert Anwendungen wurden für die Plattform 13 Circular Economy-Projekte ausgewählt. Diese können dabei helfen, Abfall zu minimieren. Sie helfen beim recyceln und upcyceln, und sie unterstützen beim gegenseitigen Austausch und der Wiederwertung dessen, was man bereits hat. www.scalingcircularbusiness.eu  

     

  • Kritische Rohstoffe und Ressourcen

    Boomende Märkte, steigende Preise, schrumpfende Reserven: Volatile Rohstoffpreise haben globale Effekte. Wie lange reichen unsere Rohstoffreserven noch? Wie viel werden wir in Zukunft zahlen müssen, um unseren Bedarf zu decken? Als die chinesische Regierung das erste Mal eine drastische Kürzung der Exportquoten für die Seltenen Erden ankündigte, dauerte es nicht lange, bis dieses Thema auf den Titelseiten auftauchte.  Die knappe Verfügbarkeit von Metallen oder anderer Rohstoffe, die für unterschiedliche industrielle Anwendungen und Produktion hochwertiger Produkte benötigt werden, geht oft mit hohen Weltmarktpreisen und einer kritischen Versorgung einher. „Vor allem, wenn Rohstoffe knapper und teurer werden, wird uns bewusst, dass unsere Industriegesellschaft zu einem großen Teil auf der Nutzung von nicht erneuerbaren Rohstoffen basiert.", sagt Dr. Volker Steinbach von der BGR. „Volatile sowie steigende Rohstoffpreise werfen erneut Fragen nach der Sicherheit der Rohstoffversorgung auf."

  • Langlebigkeit

    Als langlebig bezeichnet man Produkte, die über einen langen Zeitraum halten, belastbar bleiben und von guter Qualität sind. Je länger ein Produkt zuverlässig seinen Dienst leistet, desto später wird ein neues gebraucht. Langlebige Produkte werden bereits beim Entwurf und der Produktion auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Das heißt, beim Kauf sollten qualitativ hochwertige Güter bevorzugt werden. Diese sind meist auch reparaturfreudiger. Reparatur verlängert den Lebenszyklus eines Produktes und ist aktive Abfallvermeidung. 

  • Leichtbau

    Konstruktionstechnik, die unter integrativer Nutzung aller konstruktiven, werkstoff- und fertigungstechnischen Mittel bei einer Gesamtstruktur und bei deren Elementen die Masse reduziert und die Gebrauchsgüte erhöht.

  • Materialeffizienz

    Materialeffizienz kann als das Verhältnis von Materialmenge in den erzeugten Produkten zu der für ihre Herstellung eingesetzten Materialmenge verstanden werden. Eine Steigerung der Materialeffizienz soll durch individuelle betriebsspezifische Maßnahmen erreicht werden.

    Der Materialeinsatz stellt im produzierenden Gewerbe den größten Kostenfaktor dar und verspricht somit auch die größten Einsparpotenziale. Materialeffizienz wird durch die Verringerung des Materialeinsatzes erreicht, indem Ausschuss und Verschnitt reduziert werden. Aber auch der optimale Einsatz von Hilfsstoffen und verbessertes Produktdesign kann einen großen Beitrag dazu leisten. So vielseitig der Materialeinsatz in der Produktion ist, so vielseitig sind auch die Methoden diesen rentabel einzuschränken.

     

  • Mechatronik

    Mechatronik bezeichnet das synergetische Zusammenwirken der Fachdisziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik beim Entwurf und der Herstellung industrieller Erzeugnisse sowie bei der Prozessgestaltung. Quelle: BISTECH-Fachinfo

  • Minimalmengenschmierung

    Die Minimalmengenschmierung (MMS) oder auch Minimalmengen-Kühlschmierung (MMKS) bezeichnet das Kühlen von Zerspanungsprozessen mit geringen Mengen Kühlschmiermittel. Quelle: Wikipedia

    Die Metallbe- und -verarbeitung ist nicht ohne Kühlschmierstoffe (KSS) denkbar. Fast jede Maschine benötigt Schmierstoff bei der Bearbeitung zur Kühlung, zum Transport von Spänen und letztlich auch zur Qualitätssicherung der zu bearbeitenden Teile. Aus Sicht der optimalen Nutzung und der Kosteneinsparung gibt es auch hier Potenziale. Wenn Sie wie bisher noch auf konventionelle Art und Weise mit großen Mengen an Kühlschmierstoffen (Emulsionen und/oder Öle) arbeiten, dann sollten Sie überlegen einen Check der Ist-Situation durchzuführen. Dies kann betriebsintern erfolgen, oder mit Unterstützung einer externen Beratung, die oftmals sogar von der öffentlichen Hand gefördert wird. Informieren Sie sich über Methoden und Techniken zur Minimalmengenschmierung (MMS) und zu Möglichkeiten der Trockenbearbeitung. Die durchaus relevanten Einsparpotenziale können so erkannt und Maßnahmen zur Optimierung der Prozesse nach wirtschaftlichen Kriterien betrachtet werden. Ganz nebenbei kann somit noch ein Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen geleistet werden.

    Ressourceneffizienz in der Produktion - Zerspanungsprozesse

  • Nachhaltigkeit in der Produktion

    Als nachhaltige Produkte und Dienstleistungen werden jene verstanden, deren Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus (Planung, Produktion, Nutzung, Verwertung und Entsorgung) so gering wie möglich gehalten werden.
    Für deren Kennzeichnung existieren zahlreiche verbands- und branchenbezogene sowie offiziell und staatlich anerkannte Umweltzeichen, die KonsumentInnen und BeschafferInnen eine Entscheidungshilfe für den umweltfreundlichen
    Einkauf bieten. Quelle: www.umweltbrief.org

    Das Leitbild der Nachhaltigen Produktion geht von der Vorstellung aus, dass soziale Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der Schutz der natürlichen Umwelt untrennbar zusammengehören. Bei der Herstellung von Produkten durch Industrie und Gewerbe werden Umweltgüter wie Energie, Rohstoffe oder Flächen in Anspruch genommen sowie Schadstoffe in die Umweltmedien Boden, Luft und Wasser emittiert. Jedoch nur innerhalb des Spielraumes, den die Natur als Lebensgrundlage bereitstellt, ist eine wirtschaftliche Entwicklung dauerhaft und damit nachhaltig möglich.

  • Nachhaltigkeitsmanagement

    Nachhaltigkeitsmanagement ist die Verwendung geeigneter Konzepte und Maßnahmen, um negative Auswirkungen von Unternehmensaktivitäten auf einzelne Menschen, Gesellschaft und Umwelt zu vermeiden oder zu minimieren und zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

    Zu Nachhaltigkeitsmanagement gehören – wo sinnvoll machbar – die Planung, Steuerung und Überwachung der Auswirkungen des Unternehmens und seiner Aktivitäten.

    Unternehmen werden zunehmend daran gemessen, wie sie die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung verfolgen. Orientierung an nachhaltiger Entwicklung und eine Corporate Social Responsibility sind zu strategisch bedeutsamen Aufgaben heutiger Unternehmenspolitik geworden.

    Nachhaltigkeitsmanagement wird zunehmend wichtiger. Nicht nur große Unternehmen messen sich mehr und mehr an den drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökonomie - Ökologie - Soziales. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet daher nicht ausschließlich ökonomischen Erfolg. Sondern die Einbeziehung von Umweltaspekten sowie auch den sehr wichtigen Aspekt der Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Thema Corporate Social Responsibility wird daher stärker zu einem strategisch bedeutsamen Thema in der heutigen Unternehmenspolitik.

    Ziel dieser Bemühungen ist es, durch die Einführung und das kontinuierliche Betreiben eines Nachhaltigkeitsmanagements die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens auf vielfältige Weise zu erhöhen.

  • Nachwachsende Rohstoffe

    Unter Nachwachsenden Rohstoffen versteht man land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die nicht als Nahrungs- oder Futtermittel Verwendung finden. Sie werden stofflich, aber auch zur Erzeugung von Wärme, Strom oder Kraftstoffen genutzt. Gegenüber fossilen Rohstoffen haben sie den Vorteil, dass sie sich in überschaubaren Zeiträumen erneuern und nachwachsen. Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

  • Nanotechnologie

    Die Nanotechnologie zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Gegenstand ist die Herstellung, Untersuchung und Anwendung von funktionalen Strukturen, deren Abmessungen in einem Bereich unterhalb von 100 Nanometern liegen (Ein menschliches Haar beispielsweise hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Nanometern). Somit zielt die Nanotechnologie maßgeblich auf die Konstruktion und Erforschung von Strukturen mit vordefinierten Eigenschaften. Diese werden dann, beispielsweise durch Konstruktion spezieller nanoskaliner Partikel technisch realisiert. Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)

  • Obsoleszenz

    Mit geplanter Obsoleszenz werden die Strategien und Methoden von Institutionen (z. B. Hersteller, Einzelhandel, After-Sales-Bereich) beschrieben, die zu einer Verkürzung der unter sonst gleichen kostenmäßigen Umständen möglichen Nutzungsdauer führen. Vorrangiges Ziel ist dabei, so den Neukauf zu beschleunigen und die Rendite des eingesetzten Kapitals zu erhöhen. Quelle: murks-nein-danke.de

  • Ökobilanz

    Das Wort Ökobilanz steht für eine Methode zur Abschätzung der Auswirkungen eines Produktes und seines Herstellungsprozesses auf die Umwelt. Bei der Erstellung einer Ökobilanz werden die verschiedenen Lebensstadien des zu untersuchenden Produktes bzw. Verfahrens auf ihre Umweltrelevanz untersucht.

    Bei der Erstellung von Ökobilanzen sind vor allem zwei Grundsätze zu befolgen (www.umweltbundesamt.de):

    Medienübergreifende Betrachtung: Alle relevanten potenziellen Schadwirkungen auf die Umweltmedien Boden, Luft, Wasser sind zu berücksichtigen,
    Stoffstromintegrierte Betrachtung: Alle Stoffströme, die mit dem betrachteten System verbunden sind (Rohstoffeinsätze und Emissionen aus Vor- und Entsorgungsprozessen, aus der Energieerzeugung, aus Transporten und anderen Prozessen) sind zu berücksichtigen.
    Das Ziel einer Ökobilanz ist es, in vorher bestimmten Systemgrenzen, die verursachten Umweltwirkungen festzuhalten und ihren Verursachern zuzuordnen. Eine Ökobilanz umfasst hierbei drei Bereiche:

    • die Sachbilanz - Welche Emittenten befinden sich in den Systemgrenzen und was wird von diesen emittiert?
    • die Wirkungsbilanz - Welche Auswirkungen, welche Umweltwirkung haben die Emissionen?
    • und die Bewertung der erlangten Daten. 

    Der aufwendigste Bereich einer Ökobilanz ist die Sachbilanzierung. Hierzu müssen alle Emittenten innerhalb der definierten Systemgrenzen erfasst werden und ihre Emissionen bilanziert werden. Wesentliche Probleme bei der Durchführung von Ökobilanz-Projekten stellt die oftmals sehr eingeschränkte Verfügbarkeit geeigneter Daten dar. Schwierigkeiten können dann entstehen, wenn die Ökobilanzierung für einzelne Produkte erstellt werden soll. Denkbar sind hier Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Energiebedarfen der Maschinen und Ähnliches.

    Das Ergebnis der Sachbilanz ist eine Stoff- und Energieflussanalyse und Darstellung. Diese können beispielsweise mit der GaBi-Software  oder mit Umberto erstellt werden. 

  • Ökoeffizienz (im Handwerk)

    Ressourcenschonende Produkte und Dienstleistungen, die menschliche Bedürfnisse befriedigen und einen Beitrag zur Lebensqualität leisten, werden zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten. Viele Unternehmen haben erkannt, dass Ökoeffizienz-Maßnahmen (u. a. durch Kostensenkung) die wirtschaftliche Situation und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken können. Gerade Handwerksbetriebe nehmen eine herausragende Stellung für die breite Umsetzung der Ökoeffizienz ein. Ihr Anteil am Unternehmerstand betrug 2014 27 % (Quelle: ZDH).  Auch stehen die Handwerksbetriebe häufig im direkten Kundenkontakt, so dass sie auf deren Bedürfnisse besonders eingehen können.

  • Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS)

    Unter Produktionsintegriertem Umweltschutz (PIUS) versteht man den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Energie in einem Produktionsbetrieb, verbunden mit der Vermeidung von Abfall, Abwasser und Emissionen. Das verbessert den Umweltschutz und führt zu Kosteneinsparungen.

  • Qualitätsmanagement

    Qualitätsmanagement (QM) bezeichnet alle organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und damit den Produkten jeglicher Art dienen. Quelle: Wikipedia

    Das Qualitätsmanagement (QM) versetzt ein Unternehmen in die Lage, innerbetriebliche Entscheidungsprozesse genau zu erfassen. Durch QM wird ein hohes Maß an Transparenz geschaffen. Ineffektive Prozesse können so erkannt und abgebaut werden, wodurch Kosten gesenkt werden können. Einen Weg, um ein QM-System im Betrieb zu integrieren, liefert die ISO 9001-Norm.

    Um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen Unternehmen die Qualität ihrer innerbetrieblichen Abläufe bewerten und gegebenenfalls verbessern und anpassen. Ein geeignetes Werkzeug hierfür liefert das Qualitätsmanagement (QM) nach der ISO 9001-Zertifizierung. Der Vorteil gegenüber anderen QM-Systemen ist die nationale, europäische und internationale Verwendbarkeit der Standards sowie die Offenheit des Systems für Unternehmen jeglicher Branche und Größe. Durch Erweiterungen wie die ISO 9004 (dient der Verbesserung des QM-Systems) kann das System über die Standards hinaus nach den speziellen eigenen Bedürfnissen erweitert werden.

    Es gilt zu berücksichtigen, dass es sich bei der ISO 9001 um eine System- und nicht um eine Produktnorm handelt. Es werden also keine Anforderungen an ein Produkt selbst gestellt, sondern an die Prozesse um das Produkt herum.

    Durch diese genaue Betrachtung der innerbetrieblichen Abläufe kann ein Unternehmen enorm an Transparenz gewinnen und durch das Vermeiden von ineffektiven Prozessen Geld sparen.

    Besonders interessant:

    Die ISO 9001 ermöglicht eine einfache Einbindung anderer Managementsysteme, vor allem von Umweltmanagementsystemen (DIN EN ISO 14001, EMAS III), Energiemanagementsystemen (DIN EN 16001, ISO 50001)

  • REACh

    REACh ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Sie soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherstellen. Sie soll gleichzeitig den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt gewährleisten und Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern. REACh beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen: Sie müssen sicherstellen, dass Chemikalien, die sie herstellen und in Verkehr bringen, sicher verwendet werden. Die REACh-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt. Quelle: REACh/Umweltbundesamt

    Die EU verfolgt mit der Umsetzung von REACh das Ziel, den Handel mit chemischen Substanzen möglichst sicher zu gestalten. Um diese Sicherheit zu garantieren, können Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender nur noch chemische Stoffe in den Verkehr bringen, die vorher registriert worden sind. Die Datenanforderungen steigen mit dem Mengenband des zu registrierenden Stoffes.  Hersteller oder Importeure, welche Stoffe mit mehr als einer Tonne pro Jahr in der EU herstellen oder importieren fallen in den Geltungsbereich von REACh. Quelle: Wikipedia

  • Remanufacturing

    Remanufacturing ist eine Möglichkeit zur Aufarbeitung und Instandsetzung gebrauchter Geräte. Dabei wird ein gebrauchtes Gerät auf den Qualitätsstandard eines Neugeräts gebracht. Dazu ist eine mehr oder weniger vollständige Zerlegung des Geräts notwendig. Bauteile und Baugruppen werden geprüft. Es kann auch eine technologische Aufwertung durch Ersatz veralteter Komponenten erfolgen. Quelle: wikipedia

  • Ressourceneffizienz

    Ressourceneffizienz beschreibt die effiziente Nutzung natürlicher sowie technischer Ressourcen sowie das Verhältnis eines vorgegebenen Nutzens zu dem dafür erforderlichen Ressourceneinsatz.

    Bezieht sich Ressourceneffizienz auf Produkte, kann sie entlang des Lebenszyklus mit Hilfe geeigneter Maßnahmen verbessert werden. Beispiele sind Leichtbau und Ecodesign/Produktdesign, Einsparungen von Rohstoffen während der Fertigung, Reduktion von Verbrauchsmaterial in der Nutzungsphase sowie die Möglichkeit der sortenreinen Trennung und Rückführung der Materialien in die technischen oder natürlichen Kreisläufe.

    Ressourceneffizienz ist ein Schlüsselkonzept auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften. Eine nachhaltige Entwicklung impliziert eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. Angesichts der fortschreitenden Verknappung der Rohstoffe ist eine ressourceneffiziente Wirtschaftsweise eine Kernaufgabe geworden. Die Lebensweise in Deutschland bspw. beansprucht Ressourcen, die drei Erden entsprechen. Das Global Footprint Network berechnet diese Ressourcenverbräuche im Rahmen des Welterschöpfungstages, der einen globalen, jährlichen Fußabdruck berechnet.

    Grafik <exclude>Ressourceneffizienz</exclude>

     

  • Solare Prozesswärme

    Als solare Prozesswärme bezeichnet man solar bereitgestellte Wärme, die in Unternehmen zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten verwendet oder zur Erbringung einer Dienstleistung mit Prozesswärmebedarf genutzt wird. Quelle: bafa.de

    Solare Prozesswärme beinhaltet die Nutzung der Solarstrahlung zur Erzeugung von Wärme oder Kälte für Prozesse in Gewerbe- und Industriebetrieben. Während die Nutzung von Solarenergie vor allem durch Photovoltaik Module in Haushalten und im Dienstleistungssektor in ganz Europa steigende Marktanteile verzeichnet, ist die solare Prozesswärme noch am Anfang der Entwicklung. Das Potenzial ist jedoch enorm, rund 30 % des gesamten industriellen Wärmebedarfs ist auf einem Temperaturniveau von unter 100 °C, also ideal für die Nutzung thermischer Sonnenenergie.

    Der Großteil aller solarthermischen Anlagen dient der Brauchwassererwärmung und der solaren Raumheizung. Für Landwirtschaft und Gewerbe wird aber Prozesswärme aus solarthermischen Großanlagen zunehmend attraktiv. Je nach Kollektortyp können Betriebstemperaturen im Nieder- und Mitteltemperaturbereich erzeugt werden. Damit kann ein Großteil der Endenergie für industrielle Prozesse solar erzeugt werden. Mögliche Prozesse sind die Trocknung von Lebensmitteln und Produkten, Reinigung, Gärung, Dampferzeugung sowie Entsalzung und Wasseraufbereitung. Über eine Kopplung mit solarthermischer Stromerzeugung ist oft eine bessere Gesamtwirtschaftlichkeit zu erzielen. (Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE)

  • Stoffstrom

    Der Stoffstrom beschreibt im Allgemeinen den Weg eines Stoffes von seiner Gewinnung als Rohstoff über seine Verarbeitung in einem Produkt bis hin zu seiner Entsorgung oder Verwertung. Im Speziellen kann er unter anderem den Weg eines Stoffes innerhalb eines Produktionsprozesses beschreiben. Eine Beschreibung und Analyse aller Produktionsstoffströme stellt eine sinnvolle Grundlage zur Potentialanalyse im Betrieb dar. Quelle: Umweltbundesamt

  • Umweltkostenrechnung

    Umweltkosten im betrieblichen Sinn umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit Maßnahmen entstehen, die darauf ausgerichtet sind, die durch die Unternehmenstätigkeit verursachten oder zu erwartenden Umweltbelastungen oder Umweltschäden zu vermeiden, zu verringern, zu beseitigen, sowie zu überwachen und zu dokumentieren.

    Während die Kostenrechnung ein betriebliches Informationssystem für die Planung und Kontrolle von ökonomischen Unternehmenszielen ist und damit monetäre Größen betrachtet, ist die Stoff- und Energiebilanzierung ein betriebliches Informationssystem für die Planung und Kontrolle ökologischer Unternehmensziele.

  • Umweltmanagement

    Das Umweltmanagement ist der Bereich des Managements, der sich mit den nötigen und möglichen Maßnahmen im Unternehmen beschäftigt, die umweltrelevant sind. Hierzu gehören z. B. die Zertifizierung nach ISO 14001 oder EMAS, aber auch die betriebliche Umweltpolitik. Stichwort: Umweltmanagementsysteme (UMS), EMAS, siehe auch EMAS – Eco Management and Audit Scheme.

    Die Abkürzung EMAS kommt von Eco-Management and Audit Scheme und steht für die „Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung" - auch als Öko-Audit bekannt. Siehe auch ISO 14001 Zertifizierung für das Umweltmanagementsystem.

    Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest und ist Teil einer Normenfamilie. Diese Normenfamilie beinhaltet zahlreiche weitere Normen zu verschiedenen Bereichen des Umweltmanagements, unter anderem zu Ökobilanzen, zu Umweltkennzahlen bzw. zur Umweltleistungsbewertung. Sie kann sowohl auf produzierende als auch auf dienstleistende Unternehmen angewendet werden.

    Die ISO 14001 legt einen Schwerpunkt auf einen Kontinuierlichen Verbesserungsprozess als Mittel zur Erreichung der jeweils definierten Ziele in Bezug auf die Umweltleistung einer Organisation (Unternehmen, Dienstleister, Behörde etc.). Der kontinuierliche Verbesserungsprozess beruht auf der Methode Planen-Ausführen-Kontrollieren-Optimieren (Plan-Do-Check-Act, PDCA). Quelle: Wikipedia

  • Umwelttechnologie

    Unter der Umwelttechnologie versteht man die Bereiche der Technologie, die für Maßnahmen des Umweltschutzes von Bedeutung sind. Im Allgemeinen werden folgende Bereiche/Sektoren den Umwelttechnologien zugeordnet:

    • Wasser- & Abwasseraufbereitung
    • Kreislaufwirtschaft
    • Abfallbeseitigung und Recycling
    • Maßnahmen zum Gewässer-, Boden-, Lärm- und Strahlenschutz,
    • Verfahren zur Luftreinhaltung/Verminderung der Luftverschmutzung
    • Energieeffizienz
    • Umweltfreundliche Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie ( Erneuerbare Energien, z. B. Sonnenenergie, Erdwärme, Biokraftstoffe),
    • (nachhaltige Mobilität)

    Umwelttechnologien gehören zu den wichtigsten Zukunftsmärkten des 21. Jahrhunderts und die weltweite Nachfrage wächst stark. Deutsche Unternehmen haben sich bereits Weltmarktanteile je nach Technologiefeld zwischen 6 % und 30 % erarbeitet. Besonders im Vergleich zu der globalen Wirtschaftsleistung Deutschlands von 5 Prozent zeigt sich klar die überproportionale Bedeutung der Umwelttechnologien in internationalen Märkten.

    Durch den Einsatz von Umwelttechnologien werden die Umwelteinwirkungen reduziert und die Umweltauswirkungen vermindert bzw. minimiert. Dies führt dann u. a. zu Möglichkeiten den Ausstoß von CO2 deutlich zu reduzieren.

  • Wärmerückgewinnung

    Unter dem Begriff Wärmerückgewinnung versteht man unterschiedliche Verfahren zur Nutzung von Wärme, die sonst ungenutzt als Abwärme verloren ginge. Ein solches Verfahren wird meist zur Erhöhung der Energieeffizienz eingesetzt. Dies führt zu wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen. Mitunter geht es aber auch um die Vermeidung von Umweltschäden durch Abwärme. (Quelle: www.energie-lexikon.info)

  • Welterschöpfungstag

    Der "Welterschöpfungstag" bzw. "Earth Overshoot Day" oder auch "Ecological Debt day"/"World Overshoot Day", bezeichnet laut Mathis Wackernagel von Global Footprint Network den Tag im Jahr, ab dem wir aus ökologischer Sicht über unsere Verhältnisse leben. Denn ab diesem Zeitpunkt verbrauchen wir mehr Ressourcen als die Erde produzieren kann. Der Earth Overshoot Day 2017 fiel auf den 2. August. Im Jahr 2018 war es der 1. August. Seit der globale Overshoot in den 1970er Jahren begann, ist das Datum immer weiter nach vorne gerückt. (Quellen: nachhaltigkeit.info/www.overshootday.org)

    Weiterführende Links:
    https://www.footprintnetwork.org/

     

  • Wertstoffkreislauf

    Unter Wertstoffkreislauf versteht man die Rückführung von Roh-, Verbrauchs-, und Hilfsstoffen sowie Produktions- und Konsumabfällen (auch Abwärme) in den Wirtschaftskreislauf, um somit eine Sekundärnutzung, d. h. ein Up-, Re-, oder Downcycling zu erreichen. Quelle: Wirtschaftsenzyklopädie

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