Glossar

Das Glossar des PIUS Info-Portals erläutert kurz und verständlich Fachbegriffe und Abkürzungen. Wenn Sie einen Begriff nicht finden, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

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  • 3D-Druck

    Als 3D-Druck oder auch Additive Fertigung bezeichnet werden Fertigungsverfahren, bei denen Material, in Schichten aufgetragen, dreidimensionale Gegenstände erzeugt. Der schichtweise Aufbau der Werkstücke erfolgt computergesteuert. Gängige Werkstoffe sind Kunststoffe, Kunstharze, Metalle und Keramiken oder mittlerweile auch Carbon- und Graphitmaterialien. 3D-Drucker erlauben bei ihrem Einsatz in Industrie und Forschung eine kostengünstige und schnelle Fertigung von Prototypen (Prototyping), Modellen, Werkzeugen und Mustern. Weitere Einsatzgebiete des 3D-Drucks sind in der Kunst sowie im Heim- und Unterhaltungsbereich.

  • Abwärme

    Technische Geräte und Anlagen produzieren während des Betriebs als Nebenprodukt Wärme und geben diese an die Umgebung ab. Dieser ungewollte Wärmeverlust wird als Abwärme bezeichnet. Zudem entsteht so häufig ein zusätzlicher Energieaufwand (Pumpen, Kühlaggregate, Ventilatoren), um Störungen durch Überhitzung zu vermeiden. Deshalb versteht man unter Abwärme meist ungenutzte Wärme. Es gibt aber auch die Möglichkeit der Abwärmenutzung für eine erhöhte Energieeffizienz. So wird Abwärme aus industriellen Prozessen oft von derselben Industrie über Nahwärme- und Fernwärmenetze für Heizzwecke genutzt.

    Abwärmerechner zur Verfügung gestellt vom Bayerischen Landesamt für Umwelt

    Quelle: RP-Energie-Lexikon

  • Abwärmenutzung

    Die Chancen der Abwärmenutzung bleiben oft ungenutzt: Jedem dritten Unternehmen sind die eigenen Abwärmepotenziale unbekannt. Dabei bieten verfügbare Energieeffizienztechnologien sehr gute Möglichkeiten der betrieblichen Energienutzung. Der Einsatz von Abwärme kann effektiv Energiekosten einsparen, etwa zur Beheizung von Produktions- oder Lagerhallen oder im Rahmen der Stromerzeugung.

    Quellen: Energie-Atlas Bayern, Initiative Energieeffizienz

  • Additive Fertigung

    Additive Fertigung bezeichnet in Fachkreisen Herstellungsprozesse von Bauteilen, die im 3D-Druck-Verfahren erfolgen. Diese additiv-generativen Verfahren zählen zu den innovativsten, die der Fertigungstechnik heute zur Verfügung stehen. 3D-Drucktechniken und Rapidprototyping-Verfahren ermöglichen die Herstellung auch kleiner Auflagen individualisierter Produkte. Aufwändige Nachbearbeitungen oder zusätzliche Fertigungsverfahren entfallen, der Werkstoffeinsatz wird auf die Bereiche reduziert, bei denen tatsächlich Materialbedarf für das Bauteil besteht. Das schafft signifikante Zeit- und Kosteneinsparungen.  (Quelle: Fraunhofer IWS)

  • Benchmarking

    Benchmarking ist ein wirksames Tool zur Wettbewerbsanalyse. Es bezeichnet einen kontinuierlichen Prozess, bei dem Produkte, Dienstleistungen sowie Methoden des eigenen Unternehmens mit denen des starken, innovativen Wettbewerbs verglichen werden. Die gilt auch für Bereiche wie etwa den integrierten Umweltschutz. Mit Hilfe von Benchmarking-Datenbanken wird die unternehmensbezogene ökonomische und ökologische Effizienz branchenbezogen verglichen. Diese Analyse hilft, Leistungslücken aufzuzeigen und Unterschiede zum Wettbewerb sowie Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Benchmarking ist keine einmalige Wettbewerbsanalyse, sondern ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

    Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon

  • Beste verfügbare Techniken

    Best Practice bezeichnet in der Wirtschaft Methoden, die sich in der betrieblichen Praxis bereits als der beste Ansatz bewährt haben, ein Vorhaben umzusetzen. Hieraus ergibt sich auch der Nutzen für den Unternehmer - ähnliche Hindernisse wurden bereits an anderer Stelle erfolgreich aus dem Weg geräumt. Das Wissen hierzu kann als Inspirationsquelle für den eigenen Betrieb genutzt werden. Zusätzlich ist es meistens möglich, sich mit dem "Urheber" der Lösung in Verbindung zu setzen und auszutauschen.

  • Bionik

    Die Bionik verbindet Biologie und Technik - nicht nur begrifflich, sondern mit dem Ziel, Erkenntnisse und Phänomene aus der Biologie auf technische Fragestellungen zu übertragen. Bionik beschreibt die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ingenieuren, Biologen, Architekten, Physikern, Chemikern und Materialforschern an der kreativen Umsetzung von Anregungen aus der Biologie in die Technik.

    Als Inspirationsquelle dienen hierbei biologische Prozesse, Materialien, Strukturen, Funktionen, Organismen und Erfolgsprinzipien sowie der Prozess der Evolution. Die Bionik ist eine recht junge Wissenschaftsdisziplin, die sich aber einer wachsenden Relevanz erfreut.

  • Biotechnologie

    Die interdisziplinäre Biotechnologie wendet Erkenntnisse aus Wissenschaft und Technik auf lebendige Organismen sowie deren Teile, Produkte und Modelle an. Ein klassisches Beispiel für die Anwendung von Biotechnologie ist die Herstellung von Wein und Bier mit Hilfe von Hefen oder die Verarbeitung von Milch zu Käse und anderen Produkten mithilfe von Mikroorganismen und Enzymen.

    Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind zunehmend molekularbiologische, genetische bzw. gentechnische Erkenntnisse und Methoden in den Fokus der Biotechnologie gerückt. Unterschieden werden nach Anwendungsbereich die „weiße Biotechnologie“ (Industrie), die „grüne“ Biotechnologie (Landwirtschaft) und die „rote“ Biotechnologie (Medizin). Mit einem fortschreitenden Verständnis für die Funktionsweise von Organismen wachsen auch die Anwendungsmöglichkeiten der Biotechnologie und der angeschlossenen Disziplinen wie Bioinformatik.

  • Carbon Footprint (CFP)

    Die CO2-Bilanz, auch Treibhausgasbilanz, CO2-Fußabdruck, engl. Carbon footprint, ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid-Emissionen, der, direkt und indirekt, durch eine Aktivität verursacht wird oder über die Lebensstadien eines Produkts entsteht. Neben Kohlenstoffdioxid werden oft auch andere Treibhausgase, meist angegeben in Tonnen CO2-Äquivalenten, bilanziert. Quelle: Wikipedia

    Der Klimawandel stellt eine der größten aktuellen und zukünftigen Herausforderung für Menschheit und Umwelt dar. Grund dafür sind die rasch ansteigenden Ausstoßmengen an Treibhausgasen (THG). Diese müssen begrenzt und reduziert werden. Der CFP ist ein Instrument, um die anthropogenen Effekte zu erfassen. Die Emissionstreiber werden identifiziert und analysiert und die Reduktionspotenziale ermittelt.

  • Circular Economy

    Circular Economy, im Deutschen auch Kreislaufwirtschaft genannt, ist ein Produktions- und Verbrauchsmodell, das darauf abzielt, den Lebenszyklus von Produkten und Material zu verlängern, indem diese so lange wie möglich wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet, recycelt oder geteilt werden. Dies hilft, Abfälle auf ein Minimum zu reduzieren und Materialien und Produkte auch über ihre Lebensdauer hinaus produktiv nutzbar zu machen. Circular Economy steht im Gegensatz zu einem traditionellen, linearen Wirtschaftsmodell, dem derzeit vorherrschenden Prinzip der industriellen Produktion. Eine Circular Economy kann Lösungen auf eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen und Ressourcenknappheit liefern. Sie verringert den Druck auf die Umwelt und kann auf Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wachstum einzahlen.

    Quelle: Umweltbundesamt

  • Cleaner Production

    Cleaner Production ist eine Strategie, welche das Ziel hat, Bearbeitungsprozesse ressourceneffizienter zu gestalten. Alle Bemühungen, die den Ressourcenverbrauch minimieren, den Einsatz Erneuerbarer Energien fördern und eine Vermeidung der Arbeits- und Umweltrisiken von Bearbeitungsprozessen hervorrufen, können hierunter gezählt werden.

    Quelle: Fresner et al.: Ressourceneffizienz in der Produktion. Kosten senken durch Cleaner Produktion. 2. Auflage. Symposion. Düsseldorf. 2014.

  • CO2-Bilanz

    Die CO2-Bilanz (auch CO2-Fußabdruck oder Ökobilanz genannt) ist ein Maß für die Betrachtung der freigesetzten Menge des Treibhausgases Kohlendioxid. Man versteht darunter die systematische Analyse der Umwelteffekte von Produkten während des gesamten Produktzyklusses. Dazu gehören sämtliche umwelteinwirkenden Faktoren während der Nutzungsphase und der Entsorgung sowie die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse wie z. B. die Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Zu den Umwelteinwirkungen werden auch sämtliche relevanten Entnahmen aus der Umwelt gezählt.

    Der Lebenszyklus eines Produktes umfasst dabei die gesamte Wertschöpfungskette. Dazu zählen die Herstellung, die Gewinnung und der Transport der Rohstoffe und Vorprodukte, die Produktion und Distribution, die Nutzung und Nachnutzung sowie die Entsorgung und das Recycling.

    Der Megatrend „Nachhaltigkeit“ soll zu einem Bewusstseinswandel in der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft führen. Grüne Produkte und Dienstleistungen sind ein wesentlicher Hebel zur Erreichung nachhaltiger Ziele. Steigende Energiekosten, die vermehrte Kundennachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen und umweltpolitische Restriktionen zwingen bspw. mittlerweile viele Logistiker zum nachhaltigen Handeln. Die Erfassung und Reduzierung der CO2-Emissionen stehen bei vielen Unternehmen bereits jetzt ganz oben auf den strategischen Maßnahmenlisten. Green Logistics ist ein probates Mittel zur Kostensenkung und trägt obendrein zur Imagesteigerung bei. Mit der Erfassung der CO2-Emissionen können die Emissionstreiber identifiziert, bewertet und dadurch gezielter nach geeigneten Kostensenkungspotenzialen gesucht werden.

    Quelle: Arvato, Gütersloh (Bertelsmann-Gruppe)

  • CO2-Bilanzierung

    Die CO2-Bilanzierung, bekannter als CO2-Fußabdruck, dient der Bestimmung des Gesamtbetrags von Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die direkt und indirekt durch eine Aktivität, die Lebensstadien eines Produkts oder auch eine Person entstehen. Neben Kohlenstoffdioxid werden auch andere Treibhausgasse bilanziert. Siehe auch: CO2-Fußabdruck

  • CO2-Einsparpotenzial

    Das CO2-Einsparpotenzial bezeichnet das Potenzial, um das sich der CO2-Ausstoß – verbunden mit einem bestimmten Produkt oder einer Aktivität – verringern ließe. Beispiele sind etwa Einsparmöglichkeiten beim Energieverbrauch, Stromverbrauch oder im Verkehr.

  • CO2-Einsparung

    CO2-Einsparung bedeutet aktiv in der Produktion oder durch Kaufentscheidungen die CO2-Emissionen von Produkten und Prozessen zu verringern. Werkzeuge wie der CO2-Rechner des Umweltbundesamtes helfen, CO2-Bilanzen zu errechnen und konkrete Einsparmöglichkeiten zu identifizieren, etwa in den Bereichen Strom, Mobilität, Konsum, Ernährung oder Heizung.

  • CO2-Emissionen

    CO2 ist die chemische Bezeichnung für Kohlenstoffdioxid, ein geruchsloses, giftiges Gas. CO2-Emissionen bezeichnen die Treibhausgase, die hauptsächlich bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien (wie Erdgas, Kohle, Benzin, Flüssiggas oder Holz) entstehen. Bei diesen Verbrennungsrozessen kommt es zum Ausstoß von hohen Mengen Kohlenstoffdioxids, das sich in der Erdatmosphäre in wachsender Konzentration anreichert. Auch Fäulnis- und Zerfallsprozesse von organischem Material erzeugen einen CO2-Ausstoß.  CO2 gilt als verantwortlich für den Treibhauseffekt, da es durch die hohe Konzentration in den hohen Schichten der Atmosphäre Lichtstrahlen auf die Erde zurückreflektiert und so zur kontinuierlichen Aufheizung des Klimas beiträgt.

  • CO2-Fußabdruck

    Der Begriff des CO2-Fußabdruck ist in den letzten Jahren bekannter geworden als der Begriff CO2-Bilanzierung und wird heute als hilfreiches Mittel eingesetzt, um die Klimaauswirkungen zu ermitteln, die mit dem Konsum von Produkten und Dienstleistungen für einzelne Personen (etwa bei Urlaubsreisen) oder auch Organisationen und Staaten anfallen. Der Vergleich der CO2-Fußabdrücke von Handlungsalternativen soll die Möglichkeit geben, den eigenen CO2-Ausstoß zu verringern. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien oder andere klimafreundliche Maßnahmen können Organisationen ihren CO2-Fußabdruck reduzieren. Mit der ISO 14067 der Organisation für internationale Standards liegt mittlerweile eine einheitliche internationale Standardnorm für die Bilanzierung des CO2-Fußabdrucks von Produkten vor.

    Quelle: Lexikon der Nachhaltigkeit

  • CO2-Rechner

    Eine Vielzahl von CO₂-Rechnern im Internet bietet Unternehmen und Privatpersonen heute die Möglichkeit, die eigene CO₂-Bilanz zu ermitteln und so Handlungsmöglichkeiten für potenzielle CO₂-Einsparungen zu identifizieren. CO₂-Rechner fragen Daten zu verschiedenen Bereichen wie Mobilität, Haushalt, Verkehr oder auch Ernährung ab und verbuchen entsprechend CO₂-Mengen auf ein CO₂-Konto. Die errechnete Summe ergibt den CO₂-Fußabdruck. Die Rechner stellen diesen CO₂-Wert dem Durchschnittsverbrauch in Deutschland und dem Soll-Wert entgegen. CO₂-Rechner sind auch ein hilfreiches Tool, um die Höhe von CO₂-Kompensationsleistungen zu ermitteln, etwa für Flugreisen.

    CO₂-Rechner zur Verfügung gestellt vom Bayerischen Landesamt für Umwelt

  • Digitalisierung

    Der Begriff der Digitalisierung bezeichnet heute vor allem die informationstechnischen Möglichkeiten in Wirtschafts-, Gesellschafts-, Arbeits- und Privatleben. Synonym werden auch oft Begriffe wie Informationszeitalter oder Computerisierung genannt. Oft bezeichnet man die Digitalisierung als die dritte Revolution oder die digitale Revolution. Während Digitalisierung im 20. Jahrhundert vor allem Automatisierung und Optimierung durch Informationstechnologie meinte, sprechen wir heute von einer zunehmenden Individualisierung, Innovation und Flexibilisierung durch die Digitalisierung. Eine wichtige Rolle spielen hierbei neue Technologien wie Smartphones, 3D-Drucker, Künstliche Intelligenz oder auch Kryptowährungen, die etablierte Technologien und Verfahren verdrängen oder ersetzen.

  • Digitalisierungscheck

    Der Digitalisierungscheck bietet Unternehmen die Möglichkeit, den eigenen Digitalisierungsstand festzustellen und Entwicklungspotenziale zu ermitteln. Neben technischen Aspekten beleuchtet ein Digitalisierungscheck auch Aspekte wie Prozesse und Kommunikation. Das gibt Unternehmen wertvolle Hinweise für die Gestaltung von tragbaren Digitalisierungsprozessen.

    Digitalisierungs-Check zur Verfügung gestellt von der Hessen Trade & Invest GmbH

  • DIN ISO 14001

    Die erstmals 1996 veröffentlichte ISO 14001, die internationale Umweltmanagementnorm, bezeichnet den weltweit akzeptierten und angewandten Standard für Umweltmanagementsysteme. Die internationale Norm dient einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und definiert Anforderungen, die Organisationen mit ihren Umweltmanagementsystemen erfüllen müssen, um ihre Umweltleistung zu verbessern.

    Die zugrunde liegende Methode Planen-Ausführen-Kontrollieren-Optimieren (Plan-Do-Check-Act, PDCA) sieht Folgendes vor:

    • Planen: Umweltziele, Maßnahmen, Zuständigkeiten und Verfahren im Unternehmen festlegen.
    • Durchführung: Festgelegte Maßnahmen und Verfahrensweisen umsetzen.
    • Kontrolle: Zuständigkeiten, Verfahrenswiesen und Maßnahmen im Hinblick auf die Umweltziele und Umweltleitlinie der Organisation überprüfen.
    • Verbesserung: Wo nötig Zuständigkeiten, Verfahren, Maßnahmen, aber auch Umweltziele und Umweltleitlinien anpassen.

    Die Norm definiert keine absoluten Anforderungen an die Umweltleistung, sie fordert aber eine Verpflichtung der Unternehmen zur Einhaltung der selbstauferlegten Umweltpolitik.

    Quelle: Umweltbundesamt

  • DIN ISO 50001

    Die weltweit gültige Energiemanagementnorm ISO 50001 unterstützt Unternehmen und Organisationen beim Aufbau eines systematischen Umweltmanagements. Die Norm betrachtet die vom Unternehmen beeinflussbaren Faktoren und kann an die individuellen Anforderungen einzelner Organisationen angepasst werden.

    Die 2011 erstmals veröffentlichte ISO 50001 ist eine klassische Managementnorm, die von unterschiedlichsten Organisationen, von kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu Großunternehmen oder Behörden angewandt werden kann. Sie definiert lediglich den Rahmen, innerhalb dessen sich das jeweilige Engagement des Normenanwenders bewegen muss. Dabei kann die ISO 50001 unabhängig von bestehenden Managementsystemen implementiert oder in bereits bestehende Managementsysteme integriert werden. In der Struktur ist die ISO 50001 stark an die ISO 14001 angelehnt. Die ISO 50001 kann auch zum Nachweis eines mit der Norm übereinstimmenden Energiemanagementsystems durch eine Zertifizierung dienen.

    Quelle: Umweltbundesamt

  • Downcycling

    Downcycling bezeichnet einen Recyclingprozess. Im Gegensatz zum Upcycling erfolgt beim Downcycling ein Verfall des Wertniveaus eines Recyclats , da sich während einer fortschreitender Anzahl von Wiederverwertungszyklen die Qualität verschlechtert oder vermehrt Primärrohstoffe zugegeben werden müssen. Downcycling ist besonders für die Kunststoffverwertung wichtig, es stellt sicher, dass Rohstoffe trotz Qualitätsverlusts weiter verwendet werden.

    Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon

  • Eco-Cockpit

    Eco-Cockpit ist ein kostenfreies Onlinetool zur CO2-Bilanzierung. Entwickelt von der Effizienz-Agentur NRW, ermöglicht das Eco-Cockpit Unternehmen ohne großen Aufwand Zugang zu Informationen über produkt-, prozess- und standortbezogenen CO2-Emissionen. Die ermittelten Daten machen Handlungsbedarfe sichtbar und unterstützen bei der Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen.

    Eco-Cockpit zur Verfügung gestellt von der Effizienz-Agentur NRW.

    Quelle: Effizienz-Agentur NRW

  • Ecodesign

    Ecodesign beschreibt einen umfassenden Gestaltungsansatz mit dem Ziel, die Umweltbelastungen von Produkten und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu minimieren. Denn 80 Prozent des Ressourceneinsatzes eines Produktes werden bereits in der Produktentwicklung festgelegt. Quelle: Effizienz-Agentur NRW

  • Energieeffizienz

    Energieeffizienz ist eine mögliche Methode zur Energieeinsparung. Ziel ist es, durch optimierte Prozesse die Verluste, die etwa beim Transport, der Wandlung und der Speicherung von Energie entstehen, zu minimieren. Eine Studie des Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag des BMU kommt zu dem Ergebnis, dass mit Energieeffizienzmaßnahmen der Energiebedarf der EU bis zum Jahr 2050 um zwei Drittel gesenkt werden kann. Das Energieeinsparpotenzial in Industrie und Gewerbe wird auf bis zu 40 % geschätzt.

    In Deutschland ist die Energieeffizienz, neben dem Ausbau der erneuerbaren Energie, die entscheidende Säule in der Energiewende. Der Leitgedanke dahinter ist das „Efficiency First Prinzip“: Die sauberste Energie ist jene, die gar nicht erst erzeugt, transportiert und verbraucht wird.

     

     

  • Energiemanagement

    Wollen Unternehmen langfristig den Energieverbrauch im Unternehmen senken, braucht es ein Energiemanagementsystem. Energiemanagement bezeichnet die Summe aller Maßnahmen, die geplant und durchgeführt werden, um die geringstmögliche Energiemenge bei gegebenem Produktionsniveau (Industrie und Gewerbe) zu verbrauchen.

    Steigende Energiepreise und ein wachsendes Bewusstsein der Öffentlichkeit für Energiefragen haben dazu geführt, dass immer mehr Unternehmen, Kommunen und Institutionen ein operatives (in Einzelprojekten und -maßnahmen) oder gar strategisches Energiemanagement (umfassende konzeptionelle Gesamtausrichtung) entwickeln. Sie tun dies mit dem Ziel, den Energieverbrauch dauerhaft zu senken. Darüber hinaus hilft ein effektives Energiemanagement Kosten zu senken und Ressourcen zu schonen, ohne dabei die Sicherstellung des Energiebedarfs für den Nutzer aus den Augen zu verlieren.

    Siehe auch ISO 50.001 & EMAS

  • Green IT

    Der Begriff "Green IT" steht im weitesten Sinne für den umwelt- und ressourcenschonenden Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnik. Hierbei wird nicht nur der Energie- und Materialbedarf bei der Produktion, sondern auch die Energieeinsparung zum einen während der Nutzung und zum anderen durch die Nutzung von IT-Produkten betrachtet. Greener IT hingegen geht weiter und denkt an den gesamten Lebenszyklus von der Produktgestaltung bis zum Recycling der eingesetzten Rohstoffe und Materialien im gesamten Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

  • Industrie 4.0

    Der Begriff der Industrie 4.0 steht für die umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion. Ziel ist eine flexible, mit der modernen Informations- und Kommunikationstechnik verzahnte Produktion auf der Grundlage intelligenter und digital vernetzter Systeme. So soll eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion möglich werden, in der Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte direkt miteinander kommunizieren und kooperieren. Die Vernetzung zielt auf eine Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette ab, von der Idee bis zum Recycling.

    Eine der Herausforderungen auf dem Weg zur Industrie 4.0 ist die Entwicklung technischer Standards und Normen, die die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ermöglichen.

  • Innovationsmanagement

    Innovationsmanagement hat zum Ziel, Innovationen in Organisationen in wirtschaftlich erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen oder auch Management- und Fertigungsprozesse umzusetzen. Das Innovationsmanagement bietet dabei den Rahmen für die systematische Identifizierung von Innovationspotenzialen, Ideenentwicklung und Lenkung von Innovationen. Ziel ist es, die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens zu gewährleisten und damit den langfristigen Erfolg am Markt zu sichern. Eine Hauptaufgabe des betrieblichen Innovationsmanagements liegt in der effektiven Gestaltung und Abwicklung des Innovationsprozesses von der Idee bis zur Markteinführung.

  • Instandhaltung

    Eine wesentliche Voraussetzung für den Fortbestand jedes Unternehmens ist die wirtschaftliche Nutzung komplexer und kostenintensiver technischer Anlagen. Instandhaltung meint die Gewährleistung funktionstüchtiger Maschinen und Anlagen, deren fachgerechte Wartung, Instandsetzung, regelmäßige Inspektion, technische Verbesserung sowie sicherheitstechnische Prüfung. Die vorbeugende Instandhaltung sowie die Planung und Abwicklung von Instandhaltungsmaßnahmen sollen greifen, bevor es zu einem beschädigten Anlagenzustand bzw. zu einem ungesteuerten Anlagenausfall kommt. Ziel ist hierbei die Minimierung der „Life-Cycle-Costs" der Anlagen. Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon

  • Kreislaufwirtschaft

    Im deutschsprachigen Raum wird unter Kreislaufwirtschaft in erster Linie die Rückführung der eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus in den Produktionsprozess verstanden. Das Modell der Kreislaufwirtschaft ist der Grundgedanke der Verpackungsverordnung. Sie ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankert, in dessen Rahmen weitere Verordnungen gefolgt sind.  „Circular Economy“ im angelsächsischen und englischsprachigen Raum wird umfassender interpretiert. Hier steht die Idee einer zirkulären Wirtschaft im Raum die bemüht ist, auf allen Ebenen Stoffkreisläufe zu nutzen und in gesamtwirtschaftlichen Kreisläufen zu fahren.

    Plattform von der Europäischen Kommission zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in Europa

    Aus mehr als hundert Anwendungen wurden für die Plattform 13 Circular Economy-Projekte ausgewählt. Diese können dabei helfen, Abfall zu minimieren. Sie helfen beim recyceln und upcyceln, und sie unterstützen beim gegenseitigen Austausch und der Wiederwertung dessen, was man bereits hat. www.scalingcircularbusiness.eu  

     

  • Kritische Rohstoffe und Ressourcen

    Als kritisch gelten Rohstoffe und Ressourcen dann, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: Die Rohstoffe und Ressourcen haben eine wirtschaftliche Relevanz und die Verfügbarkeit ist mit einem Angebotsrisiko verbunden, etwa wenn sich die weltweite Produktion auf wenige Länder beschränkt. Kritische Rohstoffe kommen in vielen europäischen Schlüsselindustrien, wie der Automobil-, Luftfahrt- oder Erneuerbare-Energien-Branche zum Einsatz, werden aber zu 90 Prozent außerhalb der EU produziert. Diese Abhängigkeit macht deutlich: Volatile Rohstoffpreise haben globale Effekte. Als kritisch werden derzeit rund 20 nicht-energetische Rohstoffe eingeschätzt. Dazu gehören u. a.: Kobalt, Fluorid, Magnesium oder auch Platingruppen-Metalle. Quelle: IHK Siegen

  • Langlebigkeit

    Die Langlebigkeit meint die Lebensdauer eines Produktes oder einer technischen Anlage, ohne dass Kernkomponenten ausgetauscht werden müssen oder ein komplettes Versagen eintritt. Das heißt, dass während dieser Zeit die technische Anlage bzw. der Gegenstand theoretisch ununterbrochen in Betrieb oder in Benutzung sein kann. Die Lang- oder Kurzlebigkeit eines Produktes wird schon in der Entwicklung und Produktion mit Blick auf die zu erwartenden Einsatzbedingungen kalkuliert. Das heißt, beim Kauf sollten qualitativ hochwertige Güter bevorzugt werden. Diese sind meist auch reparaturfreudiger. Reparatur verlängert den Lebenszyklus eines Produktes und ist aktive Abfallvermeidung. 

  • Leichtbau

    Die Leichtbauweise ist eine Konstruktionsphilosophie mit dem Ansatz, maximale Gewichtseinsparung zu erreichen. Dies schont Material und Ressourcen und bietet zudem großes Potenzial bei der Energieeinsparung. Besonders beim Fahrzeugbau können durch die Leichtbauweise Betriebskosten gesenkt werden. Leichtbau hat eine hohe Bedeutung im Fahrzeug-, Schiff- und Flugzeugbau sowie in der Raumfahrt.

  • Maßnahmen

    Maßnahmen beschreiben Veränderungen an technologischen Prozessen, zum Beispiel zur Herstellung eines definierten Produktes. Ein Beispiel für eine Maßnahme kann der Einsatz eines neuen Schmierstoffes oder Werkzeuges sein.

    Quelle: Praxisleitfaden: Ressourceneffizienz in der Produktion – Zerspanungsprozesse, Hessen Trade & Invest GmbH im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

  • Materialeffizienz

    Im produzierenden Gewerbe stellt der Materialeinsatz oft den größten Kostenfaktor dar. Das heißt im Gegenzug, dass hier die größten Einsparpotenziale stecken. Material- und/oder Ressourceneffizienz wird dann erreicht, wenn der Materialeinsatz gedrosselt werden kann, etwa indem Ausschuss verringert und Verschnitte reduziert werden.  Anders gesagt: Materialeffizienz meint das Verhältnis von Materialmenge in den erzeugten Produkten zu der für ihre Herstellung eingesetzten Materialmenge. Darüber hinaus leisten ein verbessertes Produktdesign und der optimierte Einsatz von Hilfsstoffen einen großen Beitrag zur Materialeffizienz. Verbunden damit ist die Ressourceneffizienz, die eine Produktion unter möglichst geringem Einsatz etwa von mineralischen Rohstoffen, Wasser, Luft und Flächenverbrauch meint. Quelle: IHK Krefeld

  • Mechatronik

    Der Begriff Mechatronik setzt sich aus den Wörtern Mechanik und Elektronik zusammen. Er bezeichnet das Zusammenwirken der Fachdisziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik beim Entwurf und der Herstellung industrieller Erzeugnisse sowie bei der Prozessgestaltung. Mechatronik ist immer dort im Einsatz, wo mechanische und elektrische Einheiten gesteuert und koordiniert werden müssen.

  • Minimalmengenschmierung

    Bei der Minimalmengenschmierung kommt ein prozesssicher dosiertes Öl-Luft-Gemisch zum Einsatz, das schon in geringen Mengen die optimale Schmierung zur Verhinderung von Reibungswärme schafft. Gerade die Metallbe- und -verarbeitung ist ohne Kühlschmierstoffe (KSS) nicht denkbar, denn fast jede Maschine benötigt Schmierstoff bei der Bearbeitung zur Kühlung, zum Transport von Spänen und letztlich auch zur Qualitätssicherung der zu bearbeitenden Teile. Die Minimalmengenschmierung sorgt für eine optimale Nutzung von Maschinen und kann so zur Kosteneinsparung beitragen.  

    Auf diesem Portal können Sie sich über Methoden und Techniken zur Minimalmengenschmierung (MMS) und zu Möglichkeiten der Trockenbearbeitung informieren. Die durchaus relevanten Einsparpotenziale können so erkannt und Maßnahmen zur Optimierung der Prozesse nach wirtschaftlichen Kriterien betrachtet werden. Ganz nebenbei kann somit noch ein Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen geleistet werden.

    Ressourceneffizienz in der Produktion - Zerspanungsprozesse

  • Nachhaltigkeit in der Produktion

    Herstellungsprozesse benötigen immer Umweltgüter wie Rohstoffe oder Flächen. Zugleich entstehen im Produktionsprozess Schadstoffe, die Böden, Wasser und Luft belasten können. Mit Blick auf die Bedürfnisse zukünftiger Generationen braucht es deshalb eine Produktionsphilosophie, die die Inanspruchnahme von Ressourcen mindert und Schadstoffemissionen vermeidet.  Hier setzt das Leitbild der Nachhaltigen Produktion an: Es geht von der Vorstellung aus, dass soziale Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der Schutz der natürlichen Umwelt untrennbar zusammengehören. (Quelle: Umweltbundesamt)

  • Nachhaltigkeitsmanagement

    Das Nachhaltigkeitsmanagement fasst Konzepte und Maßnahmen zusammen, die darauf abzielen, negative Auswirkungen von Unternehmensaktivitäten auf Natur, Gesellschaft und Umwelt zu vermeiden oder zu minimieren und zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

    Aufgabe des Nachhaltigkeitsmanagements ist es, Nachhaltigkeit in Unternehmen zu verankern und langfristig systematisch in die internen Prozesse und Strukturen zu übertragen. Zum Nachhaltigkeitsmanagement gehören deshalb auch die Planung, Steuerung und Überwachung der Auswirkungen des Unternehmens und seiner Aktivitäten.

    Das nachhaltige Engagement und die Einhaltung entsprechender Ziele werden zunehmend zur Messlatte von Unternehmen. Längst sind Nachhaltigkeitsstrategien und eine Corporate Social Responsibility-Politik feste strategische Instrumente heutiger Unternehmenspolitik geworden.

    Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet nicht ausschließlich ökonomischen Erfolg. Es stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und kann ein wichtiges Instrument zur Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein.

  • Nachwachsende Rohstoffe

    Nachwachsende Rohstoffe sind Pflanzen oder organisches Material, aus denen Energie gewonnen werden kann oder die als Rohstoffe in der industriellen Produktion eingesetzt werden. Es sind land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die nicht als Nahrungs- oder Futtermittel Verwendung finden. Der Vorteil gegenüber fossilen Rohstoffen ist der überschaubare Zeitraum, in dem nachwachsende Rohstoffe sich erneuern und nachwachsen. Setzt man auf Rohstoffe, die in heimischer Land- und Forstwirtschaft erzeugt und weiterverarbeitet werden, entsteht zudem eine zusammenhängende Wertschöpfung, die etwa neue Arbeitsplätze schaffen kann. Nachwachsende Rohstoffe werden heute häufig in Strom, Wärme und Kraftstoff umgewandelt, sie kommen aber auch als Baustoffe, Werkstoffe, Textilien oder in Arzneimitteln und Kosmetika zum Einsatz. (Quelle: FNR)

  • Nanotechnologie

    Die Nanotechnologie zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und beschäftigt sich mit der Erforschung und Konstruktion kleinster funktionaler Partikel und Strukturen, deren Abmessungen in einem Bereich unterhalb von 100 Nanometern liegen. Im Vergleich: Ein menschliches Haar beispielsweise hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Nanometern. Nanomaterialien spielen schon heute eine wichtige Rolle: Sie werden zumeist auf chemischem Wege oder mittels mechanischer Methoden hergestellt. Einige davon sind kommerziell verfügbar und in handelsüblichen Produkten im Einsatz, andere sind wichtige Modellsysteme für die physikalisch-chemische und materialwissenschaftliche Forschung. Häufig bildet die Nanotechnologie Effekte nach, wie sie in der Natur vorkommen, etwa der Lotuseffekt. Nanotechnologie kommt in vielen Produkt- und Forschungsbereichen zum Einsatz, so etwa in der Elektronik und Informationstechnik, der Material- und Werkstofftechnik oder der Medizin.

  • Obsoleszenz

    Die geplante Obsoleszenz meint die konzeptionell verkürzte Lebensdauer von Produkten durch den Hersteller. Obsoleszenzstrategien können eine erschwerte Reparaturfähigkeit, mangelnde Verfügbarkeit von Informationen oder auch die Preisgestaltung sein. Vorrangiges Ziel ist dabei, so den Neukauf zu beschleunigen und die Rendite des eingesetzten Kapitals zu erhöhen.

  • Ökobilanz

    Die Ökobilanz, auch bekannt als Umweltbilanz oder Lebenszyklusanalyse, analysiert systematisch die Umweltwirkungen von Produkten über ihren gesamten Lebensweg vom Herstellungsprozess bis zur Entsorgung. Dafür werden bei der Erstellung einer Ökobilanz die verschiedenen Lebensstadien des zu untersuchenden Produktes bzw. Verfahrens auf ihre Umweltrelevanz untersucht.

    Ziel ist es, das betriebliche Geschehen systematisch zu überprüfen, um mögliche ökologische Risiken und Schwachstellen aufzudecken und Optimierungspotenziale aufzuzeigen.

    Eine vollständige Ökobilanz umfasst nach der Norm ISO 14040  die Elemente:

    • Zieldefinition und Untersuchungsrahmen, die festlegen, wofür die Ökobilanz verwendet werden soll. In diesem Schritt wird auch der zu untersuchende Produktlebensweg erfasst.
    • Sachbilanz, die in einem möglichst nicht wertenden, deskriptiven Modell quantitative Aussagen über den Produktlebensweg macht.
    • Wirkungsabschätzung, um die Ergebnisse der Sachbilanz nach qualitativen Gesichtspunkten in verschiedene Wirkungskategorien einzuteilen und so beispielsweise die Relevanz verschiedener Emissionen für den Treibhauseffekt oder die Bildung des Ozonloches zu ermitteln.
    • Auswertung, um relevante Parameter für das Ergebnis zu identifizieren. Das Ergebnis der Sachbilanz ist eine Stoff- und Energieflussanalyse und Darstellung. Diese können beispielsweise mit der GaBi-Software oder mit Umberto erstellt werden. So lassen sich Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die Praxis entwickeln.
  • Ökoeffizienz (im Handwerk)

    Das Konzept der Ökoeffizienz wurde in den 1990er-Jahren entwickelt, um negativen ökologischen Wirkungen und der Ressourcenintensität über den Lebenszyklus eines Produktes etwas entgegenzustellen. Ökoeffizienz ist dann erreicht, wenn Güter und Dienstleistungen preislich wettbewerbsfähig sind, menschliche Bedürfnisse befriedigen und Lebensqualität bringen. Wie bei der Ökobilanz geht es darum, den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder einer Dienstleistung zu betrachten und den Wert pro Einheit „Umweltbelastung“ zu maximieren. Maßnahmen für mehr Ökoeffizienz können ein echter Wettbewerbsvorteil für Unternehmen sein. Gerade Handwerksbetriebe nehmen hier eine wichtige Rolle ein. Ihr Anteil am Unternehmerstand betrug 2014 27 % (Quelle: ZDH).  Auch stehen die Handwerksbetriebe häufig im direkten Kundenkontakt, so dass sie auf deren Bedürfnisse besonders eingehen können.

  • Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS)

    Der Produktionsintegrierte Umweltschutz (PIUS) ist eine Querschnittdisziplin, die Branchenwissen sowie eine spezifische prozess- und umwelttechnische Expertise erfordert. Ziel ist der nachhaltige Umgang mit Ressourcen und Energie in einem Produktionsbetrieb sowie die Vermeidung von Abfall, Abwasser und Emissionen. Diese Einsparungen führen direkt zu einer nachhaltigen Umwelt- und Kostenentlastung.

  • Qualitätsmanagement

    Qualitätsmanagement (QM) dient der Verbesserung von Prozessqualität, Leistungen sowie Produkten innerhalb eines Unternehmens durch organisatorische Maßnahmen. Die organisatorischen Instrumente des Qualitätsmanagements als Teilbereich des funktionalen innerbetrieblichen Managements ermöglichen es Unternehmen, Entscheidungsprozesse genau zu erfassen. Ineffektive Prozesse können so identifiziert und Kosten gesenkt werden. Die europäisch ausgerichtete ISO 9001-Norm ermöglicht die Zertifizierung durch einen Auditor und ist ein Weg, um das QM-System im Betrieb zu integrieren.

    Unternehmen können so die eigene Wettbewerbsfähigkeit erhalten und steigern, da sie Gelegenheit erhalten, die innerbetrieblichen Abläufe zu bewerten und gegebenenfalls zu verbessern und anzupassen. Der Vorteil der ISO 9001-Zertifizierung gegenüber anderen QM-Systemen ist die nationale, europäische und internationale Verwendbarkeit der Standards sowie die Offenheit des Systems für Unternehmen jeglicher Branche und Größe. Durch Erweiterungen wie die ISO 9004 (dient der Verbesserung des QM-Systems) kann das System über die Standards hinaus zudem entsprechend der unternehmensspezifischen Bedürfnisse erweitert werden.

    Es gilt zu berücksichtigen, dass es sich bei der ISO 9001 um eine System- und nicht um eine Produktnorm handelt. Die ISO 9001 ermöglicht zudem eine einfache Einbindung anderer Managementsysteme, vor allem von Umweltmanagementsystemen (DIN EN ISO 14001, EMAS III) und Energiemanagementsystemen (DIN EN 16001, ISO 50001).

  • REACH

    Die Europäische Chemikalienverordnung REACH soll ein hohes Schutzniveau für Umwelt und Mensch schaffen. Die Verordnung dient der Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Gleichzeitig gewährleistet sie den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt und fördert Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. Der REACH-Grundsatz ist es, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen: Sie müssen die sichere Verwendung der von ihnen hergestellten und in den Verkehr gebrachten Chemikalien sicherstellen. Die REACH-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt.

    Mit der Umsetzung von REACH möchte die EU den Handel mit chemischen Substanzen möglichst sicher gestalten. Deshalb können Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender chemische Stoffe nur noch nach zuvor erfolgter Registrierung in den Verkehr bringen. Die Datenanforderungen steigen dabei mit dem Mengenband des zu registrierenden Stoffes. Hersteller oder Importeure, die Stoffe mit mehr als einer Tonne pro Jahr in der EU herstellen oder importieren, fallen in den Geltungsbereich von REACH.

  • Referenzprozess

    Ein Referenzprozess stellt den Stand der Technik dar. Dieser ist anhand der wichtigsten Fertigungsverfahren, Werkzeuge und Werkstoffe sowie Kühl- und Schmierstrategien definiert. Auf Basis dieser Referenzprozesse sollen die Ressourceneffi- zienzpotenziale untersucht und identifiziert werden.

    Quelle: Praxisleitfaden: Ressourceneffizienz in der Produktion – Zerspanungsprozesse, Hessen Trade & Invest GmbH im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

  • Remanufacturing

    Remanufacturing oder auch Refabrikation ist eine Möglichkeit zur Steigerung der Ressourceneffizienz durch die Aufarbeitung und Instandsetzung gebrauchter Geräte. Hierfür werden gebrauchte Geräte auf den Qualitätsstandard eines Neugeräts gebracht. Dies erfordert eine mehr oder weniger vollständige Zerlegung des Geräts, um Bauteile und Baugruppen zu prüfen oder um eine technologische Aufwertung durch Ersatz veralteter Komponenten zu schaffen.

  • Ressourcen

    Aus Sicht eines Unternehmens können als Ressourcen Betriebsstoffe, Werkstoffe, Kapital, Personal, Know-how und Zeit angesehen werden. Die deutsche und europäische Umweltpolitik interpretiert den Begriff Ressource als „natürliche Ressource“. Diese wird nach der Definition des Umweltbundesamts beschrieben als: „Ressource, die Bestandteil der Natur ist. Hierzu zählen erneuerbare und nicht erneuerbare Primärrohstoffe, physischer Raum (Fläche), Umweltmedien (Wasser, Boden, Luft), strömende Ressourcen (z.B. Erdwärme, Wind-, Gezeiten- und Sonnenenergie) sowie die Biodiversität. Es ist hierbei unwesentlich, ob die Ressourcen als Quellen für die Herstellung von Produkten oder als Senken zur Aufnahme von Emissionen (Wasser, Boden, Luft) dienen.

    Quelle: Umweltbundesamt: Glossar zum Ressourcenschutz. Dessau, 2012.

  • Ressourceneffizienz

    Ressourceneffizienz bedeutet den bewussten, schonenden und gleichzeitig effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen. Sie meint zudem das Verhältnis eines vorgegebenen Nutzens zu dem dafür erforderlichen Ressourceneinsatz.

    Bezieht sich Ressourceneffizienz auf Produkte, kann sie entlang des Lebenszyklus mit Hilfe geeigneter Maßnahmen verbessert werden. Beispiele sind Leichtbau und Ecodesign/Produktdesign, Einsparungen von Rohstoffen während der Fertigung, Reduktion von Verbrauchsmaterial in der Nutzungsphase sowie die Möglichkeit der sortenreinen Trennung und Rückführung der Materialien in die technischen oder natürlichen Kreisläufe.

    Angesichts der fortschreitenden Verknappung der Rohstoffe muss Ressourceneffizienz heute ein Schlüsselkonzept für ein nachhaltiges Wirtschaften sein, das die Möglichkeiten künftiger Generationen nicht gefährdet. Allein die Lebensweise in Deutschland etwa beansprucht pro Jahr Ressourcen, die, würden alle Länder einen ähnliche Verbrauch aufweisen, drei Erden entsprechen. Im Rahmen des  Welterschöpfungstages berechnet das Global Footprint Network diesen Ressourcenverbrauch, der einen globalen, jährlichen Fußabdruck ergibt.

  • Solare Prozesswärme

    Solare Prozesswärme nutzt Solarstrahlung zur Erzeugung von Wärme oder Kälte, etwa für Prozesse in Gewerbe- und Industriebetrieben. Die Nutzung von Photovoltaik-Modulen in Haushalten und im Dienstleistungssektor verzeichnet in ganz Europa steigende Marktanteile, die solare Prozesswärme steht hingegen noch am Anfang der Entwicklung. Hier gibt es enorme Potenziale: Rund 30 % des gesamten industriellen Wärmebedarfs liegt auf einem Temperaturniveau von unter 100 °C  und eignet sich somit ideal für die Nutzung thermischer Sonnenenergie.

    Bisher dient der Großteil der solarthermischen Anlagen der Brauchwassererwärmung und der solaren Raumheizung. Gerade für Landwirtschaft und Gewerbe wird aber Prozesswärme aus solarthermischen Großanlagen zunehmend attraktiv. Je nach Kollektortyp können Betriebstemperaturen im Nieder- und Mitteltemperaturbereich erzeugt werden. So könnte ein Großteil der Endenergie für industrielle Prozesse solar erzeugt werden. Mögliche Anwendungsbeispiele sind: die Trocknung von Lebensmitteln und Produkten, Reinigung, Gärung, Dampferzeugung oder auch Entsalzung und Wasseraufbereitung. Durch eine Kopplung mit solarthermischer Stromerzeugung könnte so eine bessere Gesamtwirtschaftlichkeit erzielt werden.

  • Stoffstrom

    Mit Stoffstrom ist in der Regel der Weg eines Stoffes von seiner Gewinnung als Rohstoff über seine Verarbeitung in einem Produkt bis hin zu seiner Entsorgung oder Verwertung gemeint. Stoffstrom kann aber auch den Weg eines speziellen Stoffes innerhalb eines Produktionsprozesses beschreiben. Die Beschreibung und Analyse aller Produktionsstoffströme schafft eine wirkungsvolle Grundlage zur Potenzialanalyse im Betrieb.

  • Umweltkostenrechnung

    Die Umweltkostenrechnung als Werkzeug des Nachhaltigkeitsmanagements und des Operationscontrollings ermöglicht Unternehmen eine höhere Material- und Energieeffizienz, indem sie einen Überblick sowohl über die internen als auch die externen umweltinduzierten Kosten gibt. Damit ermöglicht die Umweltkostenrechnung, Einsparungspotenziale bei gleichzeitiger Umweltentlastung zu ermitteln.    

    Im Unterschied zur Kostenrechnung, die ein betriebliches Informationssystem zur Planung und Kontrolle von ökonomischen Unternehmenszielen ist und monetäre Größen betrachtet, ist die Stoff- und Energiebilanzierung ein betriebliches Informationssystem für die Planung und Kontrolle ökologischer Unternehmensziele.

  • Umweltmanagement

    Das Umweltmanagement betrachtet die betrieblichen und behördlichen Umwelt(schutz)belange einer Organisation. Hierunter fällt beispielsweise die Zertifizierung nach ISO 14001 oder EMAS, aber auch die betriebliche Umweltpolitik. Es sichert die nachhaltige Umweltverträglichkeit betrieblicher Prozesse und Produkte ebenso wie das Verhalten von Mitarbeitern und Stakeholdern.

  • Umwelttechnologie

    Umwelttechnologie fasst die technologischen Verfahren zusammen, die für Maßnahmen des Umweltschutzes von Bedeutung sind. Ihr Einsatz reduziert Umwelteinwirkungen und vermindert Umweltauswirkungen.

    Zu den Umwelttechnologien werden in der Regel die folgenden Bereiche gezählt:

    • Wasser- & Abwasseraufbereitung
    • Kreislaufwirtschaft
    • Entsorgung und Recycling
    • Maßnahmen zum Gewässer-, Boden-, Lärm- und Strahlenschutz
    • Verfahren zur Luftreinhaltung/Verminderung der Luftverschmutzung
    • Energieeffizienz
    • Umweltfreundliche Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie (Erneuerbare Energien, z. B. Sonnenenergie, Erdwärme, Biokraftstoffe)
    • Nachhaltige Mobilität

    Umwelttechnologien tragen der Bedeutung von Umwelttechnik und Ressourceneffizienz Rechnung und gehören zu den wichtigsten Zukunftsmärkten des 21. Jahrhunderts. Deutsche Unternehmen sind hier stark positioniert und haben sich Weltmarktanteile je nach Technologiefeld zwischen 6 % und 30 % erarbeitet. Im Vergleich zu der globalen Wirtschaftsleistung Deutschlands von 5 Prozent zeigt dies die überproportionale Bedeutung der Umwelttechnologien in internationalen Märkten.

  • Upcycling

    Upcycling ist eine Form der Wiederverwertung von Stoffen (Recycling). Scheinbar nutzlose Abfallprodukte werden mithilfe des Upcyclings in neuwertige Stoffe umgewandelt. Anders als beim Recycling oder Downcycling kommt es beim Upcycling zu einer stofflichen Aufwertung. Der Prozess der Wiederverwertung von vorhandenem Material reduziert den Bedarf an neu produzierten Rohmaterialien und wirkt sich somit schonend auf Ressourcen aus.

    Stoffe, die beim Upcycling verwendet werden, sind sehr vielfältig. Ausgediente Feuerwehrschläuche, Reste aus der Textilproduktion oder alte Armeedecken - alles findet eine Verwendung und kann in hochwertigere Produkte umgewandelt werden. Upcycling ist somit nicht nur ressourcenschonend, sondern verringert auch den Energieverbrauch und die Luft- und Wasserverschmutzung. 

  • Wärmerückgewinnung

    Unter dem Begriff Wärmerückgewinnung versteht man unterschiedliche Verfahren zur Nutzung von Wärme, die sonst ungenutzt als Abwärme verloren ginge. Ein solches Verfahren wird meist zur Erhöhung der Energieeffizienz eingesetzt. Dies führt zu wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen. Mitunter geht es aber auch um die Vermeidung von Umweltschäden durch Abwärme. (Quelle: www.energie-lexikon.info)

  • Welterschöpfungstag

    Der "Welterschöpfungstag" bzw. "Earth Overshoot Day" oder auch "Ecological Debt day"/"World Overshoot Day", bezeichnet laut Mathis Wackernagel von Global Footprint Network den Tag im Jahr, ab dem wir aus ökologischer Sicht über unsere Verhältnisse leben. Denn ab diesem Zeitpunkt verbrauchen wir mehr Ressourcen als die Erde produzieren kann. Der Earth Overshoot Day 2017 fiel auf den 2. August. Im Jahr 2018 war es der 1. August. Seit der globale Overshoot in den 1970er Jahren begann, ist das Datum immer weiter nach vorne gerückt. (Quellen: nachhaltigkeit.info/www.overshootday.org)

    Weiterführende Links:
    https://www.footprintnetwork.org/

     

  • Wertstoffkreislauf

    Über den Wertstoffkreislauf werden Roh-, Verbrauchs- und Hilfsstoffe sowie Produktions- und Konsumabfälle (auch Abwärme) in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt, um so eine Sekundärnutzung, d.h. ein Up-, Re-, oder Downcycling, zu ermöglichen. Der Wertstoffkreislauf ist somit ein effektives Konzept zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung.

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