April 2018

Fabrik vernetzt Energie, Gebäude und Produktion

Die Technische Universität Darmstadt erforscht im Demonstrationsprojekt „ETA-Fabrik“ Konzepte für vielfach vernetzte, industrielle Produktionsstätten. Die Wissenschaftler integrieren dabei Energieflüsse, Gebäudehülle und industrielle Prozesskette technologie- und disziplinübergreifend. Das neue BINE-Projektinfo „Energieeffiziente Modellfabrik“ (03/2018) stellt die ETA-Fabrik vor, die als Forschungsgegenstand, Demonstrationsanlage und Lernort dient. Durch das Verschieben der Systemgrenzen zwischen Maschinen und Gebäuden erwarten die Forscher eine wirtschaftlich realisierbare Energieeinsparung von bis zu 40 %.

Härteöfen erreichen ein Einsparpotenzial von ca. 50 %, u.a. durch Rückgewinnung von Abwärme und Nutzung von Prozessabgasen zur Ofenheizung. (© TU Darmstadt, Jan Hosan)

Das Konzept der ETA-Fabrik sieht vor, den Energiebedarf zu senken und die Lastflexibilität zu erhöhen. Möglich wird dies, in dem das Energiesystem von Gebäude und Produktion als Gesamtheit behandelt wird. Der Produktionsbereich bildet eine typische Prozesskette in der Metallbearbeitung ab und umfasst charakteristische Verfahren wie das Zerspanen oder das Schleifen. Intelligente Steuerungssysteme sorgen dafür, dass immer genügend Energie zur rechten Zeit und am richtigen Ort vorhanden ist.

Energieeffizienz spielte bei der Wahl der eingesetzten Werkzeugmaschinen eine wichtige Rolle. Diese sind um ein Fünftel effizienter als herkömmliche Referenzanlagen.
In Darmstadt steht ein interdisziplinär zusammengesetztes Team aus den Bereichen Maschinenbau, Ingenieurwissenschaften, Architektur und Kommunikationstechnik hinter dem Projekt. Für den Praxisbezug sorgen gemeinsame Arbeitskreise mit verschiedenen Industriebranchen.
Die öffentliche Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts findet am Dienstag, den 10. April 2018 statt. 


Quelle und weitere Informationen:

BINE Informationsdienst

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