Referenz-Kennblatt

Projekttitel

PIUS-Check                                      Projekt-Nr. 242

Prozessorientierte Stoffstromanalyse in der Oberflächenveredelung bei der Thiele Metallveredelungs-GmbH

Ansprechpartner

Unternehmen

Logo der Fa. Thiele Uwe Thiele
Thiele Metallveredelungs- GmbH
Sedanstrasse 70
58332 Schwelm
Tel.: 02336-2627
Fax: 02336-879962

Beratungs-
unternehmen

Markus Giesen
FGH Umwelt- und Wassertechnik GmbH Röhrenspring 16
58093 Hagen
Tel.: 02331-61090
Fax: 02331-3961339
FGH.Giesen@t-online.de

Projekt-
management

Logo Effizienz-Agentur NRWHenning H. Sittel
Effizienz-Agentur NRW
Mülheimer Straße 100
47057 Duisburg
Tel.: 0203 37879-51
Fax: 0203 37879-44
eMail: hsi@efanrw.de
www.efanrw.de

Zeitlicher Rahmen

13.11.2003 bis 04.03.2004

NACE-Code:

285

Angaben zum Unternehmen

Thiele Metallveredelungs- GmbH

Branche:

Oberflächenveredelung

Produkte:

galvanisches Verzinken, Hartverchromen, Nachtauchlackierung (Top-Coat)

Kunden:

Automotive, Maschinenbau (Befestigungs- u. Sicherungselemente)

MA-Zahl:

10

Beschreibung/ Ergebnisse

Unterstützung bei der Planung eines neuen Zinkgalvanoautomaten und weiterer Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs.

PIUS-Potenziale:

  • Schließung von Spülwasserkreisläufen
  • Nutzung von Regenwasser

Maßnahmen

Betriebliche
Effekte
[x/a]

getätigte-
Investitionen
[€]

Ein-
sparungen [€/a]

Neuer Zinkgalvanoautomat (mit Spülwasser- optimierung und Wasserspargeräten)

1.600 m³/a Frischwasser

500.000,--

8.000,--

Bestückung des WarenträgersDie Thiele Metallveredelung GmbH besteht seit 1907 und beschäftigt sich überwiegend mit der Verzinkung von Massenartikeln (Schrauben, Bolzen). Es werden aber auch Kleinserien bis hin zu Einzelteilen in Lohnarbeit veredelt. Um den Betrieb zukunftsorientiert auszurichten, wurden 500.000 Euro in den Neubau einer Zinkgestellanlage investiert. Zur Anwendung kam ein neuartiges Verfahren (alkalisches Zinkbad), welches über den Stand der Technik hinaus komplett cyanfrei und nahezu Chromfrei arbeitet. Die Anlagentechnik wurde von der Firma Frey & Kögler aus Solingen - einem mittelständischen Unternehmen der Galvanobranche - geliefert. Der PIUS-Check diente dazu die Planung der Neuanlage speziell auf die Schließung von Spülwasserkreisläufen und die Nutzung von Regenwasser für ausgewählte Spülprozesse zu prüfen. Ebenso konnten Verbesserungen an der Gestelltechnik erzielt werden. Hinzu kam die Optimierung der Bäder, was den Chemikalieneinsatz und die Spültechniken betrifft. Wasserspargeräte werden ebenso eingesetzt, um den Verbrauch am tatsächlichen Bedarf zu orientieren. Auch die Nutzung von Regenwasser für einzelne Spülbereiche ist möglich und kann zukünftig zu weiteren Wassereinsparungen beitragen. Außerdem wurde gemeinsam mit der FGH Umwelt- und Wassertechnik GmbH, Hagen, die vorhandene Abwasserbehandlung an die neuen Rahmenbedingungen angepasst.


Zink-GestellautomatDie Ergebnisse nach Umsetzung der Maßnahmen können sich sehen lassen. Der Frischwasserbedarf im Gesamtbetrieb konnte um ca. 12 m³/d bzw. 1.600 m³/a reduziert werden, was einer realen Einsparung von 40% Frischwasser/a entspricht (weitere Einsparung durch die Nutzung von Regenwaser sind hierbei noch nicht berücksichtigt).

Übertragbarkeit auf andere KMU

Der PIUS-Check hat gezeigt, dass eine konkrete Unterstützung auch bei der Planung und Konzeption von komplexen Anlagen möglich ist. Insbesondere die unabhängige Bewertung von unterschiedlichen Verfahrenskombinationen im Bereich Prozesswassermanagement verbessert die betriebliche Entscheidungsfindung aus ökonomischer wie ökologischer Sicht.

Schlagwörter

Oberflächenveredelung, Galvanik, Oberflächentechnik, Spülwasserbedarf, Frischwasser, Stofffluss, Regenwassernutzung, Abwassermengen, Chemikalieneinsatz

Veröffenlichung

EFA-Forum, 04/2004
Produktionsintegrierter Umweltschutz bei der Oberflächenveredelung, Sept. 2005, Effizienz-Agentur NRW