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HANDBUCH FÜR DIE MÖBEL-, METALL- DRUCKINDUSTRIE –  EINE INTERAKTIVE BETRIEBSBESICHTIGUNG

Dieses Handbuch wurde im Rahmen des Projektes “Aufbau von Unternehmensnetzwerken für die Möbel-, Druck-  und metallverarbeitende Industrie in den drei baltischen Staaten - Umweltkommunikation entlang der jeweiligen Wertschöpfungskette als Instrument erfolgreicher Umsetzung von EU-Richtlinien in KMU im Baltikum - (BaltNet)“, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, erstellt. Das Projekt wurde in den Jahren 2006 und 2007 vom Baltic Environmental Forum in Estland, Lettland, Litauen und Deutschland durchgeführt.

 Das Projekt verfolgte das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und die Umweltfreundlichkeit der Produktion klein- und mittelständischer Unternehmen (KMU) der Möbel-, Druck- und metallverarbeitenden Industrie im Baltikum zu steigern. Der Transfer von Know-how und praktischer Lösungen für KMUs soll die Einhaltung der aktuellen Umweltgesetzgebung sicherstellen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Kunden berücksichtigen. Eine wichtige Rolle spielt die Kommunikation entlang der Wertschöpfungsketten, sei es innerhalb eines Landes oder über dessen Grenzen hinweg.

  

Baltic Environmental Forum e.V. 

Bild: Baltic Environmental Forum e.V. 

Aufbau von Unternehmensnetzwerken für die Möbel-, Druck und metallverarbeitende Industrie in den drei baltischen Staaten. Umweltkommunikation entlang der jeweiligen Wertschöpfungskette als Instrument erfolgreicher Umsetzung von EU-Richtlinien in KMU im Baltikum.

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

In der der Vergangenheit wurde in den baltischen Staaten festgestellt, dass es ein Kommunikationsdefizit von Unternehmen bezüglich vorhandener Umweltprobleme sowie der Einhaltung von Umweltgesetzgebungen innerhalb von Wertschöpfungsketten in den drei baltischen Staaten gibt. Inzwischen ist ein wachsendes Verständnis für diese Problematik festzustellen und das Ziel dieses Projektes ist, dass in drei ausgewählten Branchen Firmen ihre Wertschöpfungsketten identifizieren und Kommunikationswege aufbauen um bestehende Umweltdefizite zu beseitigen.

Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden

In drei ausgewählten Wertschöpfungsketten sollen Kommunikationswege und Lösungskonzepte für identifizierte Umweltprobleme erarbeitet werden. Es wurden drei Branchen ausgewählt: Möbelherstellung/Holzverarbeitung, Metallverarbeitung und Druckindustrie. In allen drei Branchen gibt es Umweltprobleme z. B. bei der Behandlung von Abfällen und dem Einsatz von Chemikalien. Es gibt Informationsdefizite von Mitarbeitern und Schwierigkeiten bei dem Aufbau eines Umweltmanagements, was auch dazu führt, dass Umweltgesetzgebungen teilweise nicht oder nur unzureichend beachtet werden.

Ca. 30 Betriebe sollen als „Kern“-Firmen ihre Wertschöpfungsketten identifizieren und Kommunikationswege aufbauen. Mit Hilfe von Seminaren, Arbeitsgruppen, Hausarbeit und Arbeitsleistung der Betriebe und internationalem Austausch sollen die Umweltprobleme identifiziert, Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, die gesetzlichen Grundlagen zur Behandlung der Umweltrisiken geklärt und der Kommunikationsprozess entlang der Wertschöpfungskette initiiert werden. Es wird angestrebt, dass die Betriebe, die sich zur Projektmitarbeit verpflichten unter die EU-Definition von KMU fallen.

 

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