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Umwelttechnologien in China

Foto: Jana Kay

Chinas Bedarf an Umwelttechnologien ist enorm. Wie Unternehmen die dortigen Marktpotenziale erschließen können und welche Probleme es dabei gibt, wurde bei einer Veranstaltung der Hessen Trade & Invest GmbH in der IHK Frankfurt diskutiert. Kooperationspartner war das China Competence Center der IHK Frankfurt. "Hessische Umwelttechnologie-Unternehmen, etwa aus den Bereichen Wasseraufbereitung oder Erneuerbare Energien können mit ihren Produkten, Verfahren und Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag leisten, um die zunehmenden Umweltbelastungen in China in den Griff zu bekommen", erklärt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der Hessen Trade & Invest GmbH.

 

Wachstumsmarkt China

In China führt die rasante wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu extremen Belastungen von Luft, Wasser und Boden. Ein Großteil der Städte ist mit einer sehr hohen Feinstaubkonzentration belastet. Auf Grund der schlechten Wasserqualität der chinesischen Flüsse und Seen müssen rund 280 Millionen Chinesen verunreinigtes Trinkwasser nutzen. Wissenschaftler der "Beijing Normal University" sehen beim Markt für Umwelttechnologien zwischen China und der EU jährliche Wachstumszahlen von über 21 Prozent. 1996 betrug das Handelsvolumen etwa 2,8 Milliarden Euro, 2012 bereits 42,4 Milliarden Euro.

 

Praxisbeispiele und Rahmenbedingungen

Julian Saur, Geschäftsführer der EMS GmbH aus Heppenheim, berichtete über seine Erfahrungen auf dem chinesischen Markt. Das Familienunternehmen hat sich durch innovative Produkte zum Weltmarktführer von Schwingungsdämpfern für Windkraftanlagen entwickelt und wurde im vergangen Jahr dafür als "Hessen Champion" ausgezeichnet. Seit 2009 unterhält ESM ein Repräsentanzbüro in Peking.

Neben weiteren Praxisbeispielen thematisierte die Veranstaltung politische, rechtliche und kulturelle Rahmenbedingungen in China und insbesondere die Frage, wie mit Risiken umgegangen werden kann. "Es lohnt sich, sich mit den besonderen Bedingungen in China vertraut zu machen", sagte Dr.-Ing Carsten Ott, Leiter der Abteilung Technologie & Innovation der HTAI. "Denn das ist der Schlüssel, um die bei uns entwickelten Technologien dort erfolgreich zu positionieren."

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